Von Carrucha nach Aguadulce

Dienstag, 31.07.   Vor Tagesanbruch stehen wir auf. Ein sanfter Wind drückt uns an den Steg. Kurt bringt den Schlüssel zurück und entsorgt noch den Abfall. Dann Motoren an und Leinen los. So wie die Einfahrt, geht auch die Ausfahrt um Ecken und es heisst aufpassen. Dann freie Fahrt. Das Wetter und die Wellen halten sich an die Vorgaben. Allerdings kommen wir nicht so zügig voran. Nach einer Stunde bessert das enorm und wir sind mit 7,9 Knoten unterwegs.

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Immer wieder faszinieren uns die Farben- und Formenvielfalt der felsigen Küstenlandschaft.

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Wie befürchtet, herrschen um das Cap de Gata besondere Wetterbedingungen. Wir kommen nur noch mit 5,6 Knoten voran. Die Wellen haben zugenommen und wir rollen ganz kräftig. Aber, mit jeder Meile, jetzt an der Costa del sol entlang,  werden Wetterverhältnisse und Wellen wieder so wie angesagt und wir schaffen die total 56 Meilen in 7,5 Stunden, direkt in Rekordzeit. 200 Meter vor der Einfahrt meldet sich Kurt über Funk und wir bekommen die Anweisung, am Anmeldesteg längsseits fest zu machen. Verena hat wie immer vor der Einfahrt die Fender ausgebracht und so ist es kein Problem. Auch wenn niemand auf uns wartet, wir machen in Ruhe längsseits fest und Kurt geht zur Anmeldung. Wir bekommen  den Platz zugewiesen, gegenüber der Anmeldung. Positiv, wir sind gleich hinter dem Polizeischiff, weniger positiv, wir haben ungefähr einen Kilometer, bis wir am Ausgang des Hafens sind. Dann beginnt das übliche Prozedere mit der Schiffsreinigung. Die Klima-Anlage arbeitet auf Hochtouren, ja auch hier herrschen Hochsommer-Temperaturen.

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Carrucha

Sonntag, 29.07.   Eine ruhige Nacht liegt hinter uns. Nach dem Frühstück gehen wir entlang dem Strand, auf der gepflegten, sauberen Promenade bummeln. 2 Kilometer in die eine Richtung und 1,5 km in die andere, immer den Strand in Sicht, der sehr breit ist und bei jedem Aufgang sind Duschen angeordnet. Das Ganze ist sehr  gepflegt, ein spezieller, breiter Rasen, der kräftig und so dicht ist, dass vermutlich wenig Wasser verdunstet. Gleich hinter der Strandpromenade befinden sich die Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Auch da, alles sauber. Es hat auch fast keine ausländischen Touristen. Wir hören nur Spanisch.

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Nach dem langen Marsch geniessen wir die Früchte und machen Siesta. Das Nachtessen geniessen wir im Hafenrestaurant, wir gönnen uns eine Paella mit Meeresfrüchten. Dann raffen wir uns noch zu einem Verdauungsmarsch auf und finden dabei einen grossen Supermarkt. Der hat allerdings am Sonntag geschlossen. Beim Lesen, Verena mit  Jassen am PC, lassen wir den Tag ausklingen.

 

 

Montag, 30.07.   Früh beginnt man das Frachtschiff mit Kreide zu beladen. Leider weht der Wind für uns nicht ganz günstig. Verena holt frisches Brot und das Frühstück auf der Fly ist insofern interessant, als wir LKW um LKW sehen, die zur Schiffsbeladung fahren. Es sind saubere LKW`s und die Ladung ist immer gedeckt. Unglaublich, was in einem Schiffsbauch Platz findet.  Das Wetter haben wir studiert und wir wollen keinen Zwischenhalt in San José machen, fahren bis Aguadulce durch. Kurt ruft im Hafen an und reserviert einen Platz. Der wird uns zugesagt. Dann gehts zum Einkauf. Wir staunen ob der Grösse dieses Supermarktes und vor allem über das Sortiment. Die Migros in Frick ist nur etwa halb so gross. Zum Glück haben wir gefrühstückt, so dass wir ohne Hunger, also gezielt einkaufen können.

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Gross und gepflegt, das Angebot an Fischen und Meerestieren. vor allem auch die in Carrucha bekannten Roten Garnelen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wer wird denn all diese „Schinken“ essen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem der Einkauf im Schiff verstaut, und die Mittagspause beendet ist, marschieren wir wieder los in südlicher Richtung. Am Ortsende steigen wir Richtung Hügel und wir entdecken einen Lidl. Es ist klar, da müssen wir hinein, aber höchstens um ein Eis zu kaufen. Der Laden ist wunderbar klimatisiert, das heisst wir halten uns gerne etwas länger auf. Der Hauptstrasse entlang laufen wir dann wieder zurück zum Hafen. Verena bereitet das Nachtessen zu, Petersilienkartoffeln, Fischfilet und einen Sellerie/Karottensalat. Da morgen um 06 Uhr Tagwache ist, geht`s heute wohl etwas früher Richtung Bett.

Von El Portus nach Carrucha

Samstag, 28.07.   Die Nacht war ruhig und der Anker hat gut gehalten. Beim Aufziehen rupfen wir Seegras mit Wurzeln aus, der Anker war also gut eingegraben. Langsam verlassen wir die Bucht, haben für etwa 5 Minuten Internet, dann wieder fertig. Nach einer Stunde klappt`s dann wirklich und Kurt informiert sich als erstes  über die Wetterlage. Die hat seit gestern nicht geändert. In Garrucha erwarten uns 20 cm Wellen und Wind um die 15 km/h. Super! Die ersten 3 Stunden sind genau so, aber dann frischt der Wind mehr und mehr auf und wir kommen in den Bereich von 5, dann 6 und am Schluss 7 Bofors. Die Wellen entsprechend, über 2,5 Meter, die Höchste sogar über 3 Meter. Da läutet die Schiffsglocke und Gischt spritzt über die Fly. Irgendwie kommt  bei Kurt da „Hass“  gegen die Meteorologen auf. Wenn das Wetter am gleichen Tag soviel abweicht, ohne dass die das bemerken, da haben wir Leuten ein Studium finanziert, das nicht wirklich etwas bringt. Verena harrt während über 3 Stunden im Steuerhaus aus und Kurt bleibt auf der Fly am Steuer.  Auch die Hafeneinfahrt ist etwas schwierig. Das Schiff ist nicht mehr so am Auf- Ab-Hin-und Herschaukeln, so dass Verena die Fender ausbringen kann. Aber der Sturm treibt uns so in den Hafen, dass Kurt den Rückwärtsgang einlegen muss, damit wir nicht zu schnell sind und Verena genügend Zeit zum Vorbereiten hat. Dann legen wir längs an. Trotz des Windes, der uns vom Steg weg treibt,  geht`s mit guter Hilfe relativ schnell. Wir sind froh, im Hafen zu sein, obwohl er genau in Richtung Wind offen ist, und wir somit nicht besonders ruhig liegen. Kurt geht zur Anmeldung und Verena übernimmt die „Salzentfernung“.  Das ganze Schiff muss von oben bis unten gründlich abgewaschen werden. An einen Stadtbummel denken wir heute nicht. Nach dem Nachtessen ist bald „Schnurren im Körbchen“ angesagt.

Die Bestätigung der angesagten Wettervorhersage!!!

Von Torrevieja nach El Portus

Freitag, 27.07.   Wir wollten um 09 Uhr losfahren. Doch das Marinabüro öffnet erst um 09 Uhr. Kurt ist pünktlich dort, aber nur er. Marsch zurück und Telefon holen, damit er anrufen kann. Um 09.20 Uhr wird das Büro geöffnet. Dann macht die Batterie des Steuerbordmotors wieder Probleme. Das verzögert die Abfahrt nochmals, um 10 Uhr fahren wir dann los. Die Wettervorhersagen für die kommenden 2 Tage sind für uns top. Wir fahren ja nicht immer entlang der Küste, sondern nehmen den kürzesten Weg. Tatsächlich, weder Wellen noch Wind, wir geniessen die kurzweilige Fahrt und die unterschiedliche felsige Küstenlandschaft.

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Ein beeindruckendes Kunstgemälde der Natur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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An Cartagena fahren wir vorbei und werfen um 16 Uhr den Anker in der Bucht von El Portus. Verena nimmt noch ein Bad. Kurt ärgert sich weil wir „kein Netz“ (Internet) haben. Wetterprognosen konsultieren und uns in Carrucha anmelden ist demnach nicht möglich. Also kümmert er sich um das Nachtessen. Und wie ist das mit der Mondfinsternis? Wir liegen in einer Bucht, umgeben von grossen Hügeln, also quasi „eingebuchtet“. Den 1. Teil, also den Blutmond, werden wir womöglich nicht sehen. Kurt ist müde und geht schlafen. Verena gibt nicht auf und Wacht einsam auf der Fly. Nach viel Geduld kann sie doch einige tolle Fotos schiessen. Das ist bei dem Schaukeln nicht ganz einfach. Am ca. 250 Meter entfernten Strand feiern die Einheimischen und geniessen die Vollmond-Nacht, was uns aber überhaupt nicht stört.

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Torrevieja

Mittwoch, 25.07.   Verena hat nicht so gut geschlafen, sie gibt dem kommenden speziellen Vollmond die Schuld. Vor dem Frühstück gehts zum Einkauf, wir finden alles, was das Herz begehrt. Dann Frühstück auf der Fly und anschliessend einen „Wackel“ auf dem 2 km langen Wellenbrecher mit Fussgängerweg. Viele Jogger und Läufer sind unterwegs. Zurück auf dem Schiff, gibt es Früchte und dann ist Lese- und Vorbereitungszeit. Wind, Wetter, Wellen beschäftigen uns stetig, entsprechend planen wir unser Weiterkommen.  Von Barbate haben wir nun eine Antwort erhalten, eher zurückhaltend, sie haben noch viele Fragen. Auch Cadiz hat reagiert und haben in etwa die gleichen Fragen, die wir aber zu 90 % bereits im Mail beschrieben haben. Vielleicht liegt es an der Sprache. Wir beantworten alle Fragen, warten auf die Angebote und entscheiden uns danach. Heute ist Kurt für das Nachtessen verantwortlich. Wir haben Filet für € 4.70 gekauft. Dazu gibt es Karotten und rote Peperoni mit Dipsauce. Das Filet schmeckt wunderbar, trotzdem mögen wir nur die Hälfte, also reicht es für ein zweites Nachtessen. Wir leben günstig, aber hervorragend und geniessen die Tage in der Marina.

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Donnerstag, 26.07. Wir haben Beide wieder gut geschlafen. Nach dem Frühstück auf der Fly beraten wir den heutigen und die kommenden Tage. Nach Konsultation der Wettervorhersage beschliessen wir, morgen in der Nähe von Cartagena zu ankern und am folgenden Tag bis Carrucha zu fahren. Danach in San José nochmals ankern und dann weiter in den Golf von Almeria. Da ist dann bereits die Costa del Sol. Das heisst wir werden täglich  unterwegs sein. Bis Dienstag Mittag ist gutes Wetter angesagt.Das beeinflusst auch unseren heutigen Einkauf, den wir aber auf den Abend verschieben, denn heute Morgen besuchen wir das Meeres- und Salzmuseum. Das kleine, aber fein eingerichtete Museum zeigt die Salzherstellung, Transport von Salz mit Schiffen, sowie mit Pferd und Wagen. Auch Handwerksmuster, wie Strandschreinerei,  Segelmacherwerkstatt, Netzflick-Utensilien, aber auch Schiffbauteile und verschiedene Schiffsmodelle werden gezeigt, wie auch die verschiedenen Arten des Fischfangs.

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Zurück auf dem Schiff machen wir Siesta, lesen auf der Fly und gehen später zum Einkauf. Danach wird zuerst die Klima-Anlage in Betrieb genommen. In unserem Schlafgemach herrschen 30 Grad. Bis wir schlafen gehen, ist es auf 22 Grad runter gekühlt. Also, wir kennen Tropennächte.

Von San Juan nach Torrevieja

Dienstag, 24.07.   Wir haben sehr schlecht, dafür hat aber der Wind sehr gut, geschlafen. Das heisst, die Madness ist stets quer zu den Wellen gestanden und die sind genau in den richtigen Abständen gekommen, so dass es uns heftig geschaukelt hat. Dann gibt`s heute einiges zu lösen. 1. Anker auf, ging sehr gut, 2. frühzeitig losfahren, denn auf 14 Uhr sind Wellen angesagt. Die Erfahrung hat uns jedoch gelehrt hat, dass das Wetter sehr dynamisch ist, doch wir sollten auch nicht vor 12 Uhr in der Marina sein. Dazu kommt, dass wir heute an der spanischen Insel Tabarca vorbei fahren, da kommen doch Erinnerungen auf. Diese Knacknüsse haben wir gemeistert. Anstatt mit 1’800, sind wir mit 1’600 Touren gefahren, so reduzierte sich die Geschwindigkeit auf 6,3 Knoten. Wir sind um 12.30 Uhr in die Marina eingefahren. Ein „Plastikschiff“ hat sich vorgedrängt und so warten wir etwas im grossen Hafen, bis wir aufgerufen werden. Dann legen wir auch diesmal etwas  knifflig an, nicht nur in Bezug auf den Platz links und rechts, sondern in Sachen Platz nach vorne und nach hinten. Wir haben`s geschafft. Kurt benötigt einen Adapter für den Stromanschluss und geht daher sofort zur Anmeldung. Gegen eine Kaution von 100 Euro kann er  einen Adapter mieten. Alles erledigt, Strom angeschlossen und jetzt noch das Schiff waschen. Verena macht die eine Hälfte, sie ist „nudelfertig“, das Schlafmanko macht sich bemerkbar.  Kurt übernimmt daher die andere Hälfte des Schiffes. Dann kehrt Ruhe ein und die äussert sich in Müdigkeit. So ist erst mal Siesta angesagt. Um 17 Uhr beschliessen wir, heute auswärts zu essen, aber gleichzeitig einen Markt ausfindig zu machen wo wir morgen einkaufen können. In einem Strassenbeizli sind Spareribs im Angebot. Da ist es um Kurt geschehen und die Entscheidung ist gefallen. Verena wählt das Menue „Pollo“ mit Gemüse, Salat und Kartoffeln. Wir haben gut, genug und erst noch gesund gegessen. Mit einem Abendspaziergang an der Strandprommenade beschliessen wir den heutigen Tag.

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San Juan

Sonntag, 22.07.   Der Anker sitzt noch immer fest, die Nacht war jedoch ziemlich bewegt. Der heutige Tag war eigentlich als Ruhetag mit baden, „bötlen“ und geniessen vorgesehen, aber der Himmel ist bedeckt, die Wellen hoch und der Wind bläst stark. Der Ankerplatz hier scheint für Einheimische beliebt zu sein, viele spanisch beflaggte Schiffe kommen um tagsüber zu ankern. Dann wird gebadet, mit den  Wassertöffs umhergebraust, Wasserski gefahren, gemütlich gerudert, oder sich in der Sonne geräkelt. Es gibt also viel Abwechslung. Wir nehmen unser Beiboot nicht ins Wasser und Verena wagt sich zwar ins Wasser, aber nicht von der Badeleiter. Wellenmässig erleben wir  einen sehr „bewegten“ Sonntag. Nachdem wir eine Absage von Rota erhalten haben, ist nun auch die Absage von Chipiona eingetroffen, einmal sind wir zu lang und einmal zu breit. Das heisst, wir sind weiter auf der Suche nach einem Winterplatz für die Madness. Es ist etwas schwierig, denn mit der spanischen Sprache happert es bei uns. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf. Die Zubereitung des Nachtessens ist für Kurt heute etwas schwieriger, der Wind stimmt mit den Wellen nicht überein. Es schaukelt doch heftig und die Nacht verspricht keine Besserung .

 

 

Montag, 23.07.   Ja, so war es!! Wir wurden in den Schlaf, aber auch  immer wieder aus dem Schlaf geschaukelt. Doch am Morgen hat es nur noch sanfte Wellen und so soll es auch bleiben. Also kann Verena noch einen Waschgang durchziehen und Kurt beginnt das Beiboot für die Wasserung vorzubereiten. Dann kommt der grosse Moment. 1x ziehen….. der Motor läuft. Kurt fährt alleine eine Erkundungstour. Der kleine  Hafen ist völlig überfüllt und wo man anlegen könnte, sind die Schüler daran, ihre Optimisten und andere Gefährte ins Wasser zu schieben. Eine kleine Rundfahrt zeigt, dass wir leider keine Chance haben hier an Land zu kommen. Alles ist privat und der Strand ist abgesperrt.

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„Altes“ Brot und Vorräte haben wir genug. Also bringen wir das Beiboot wieder aufs Schiff und gehen doch tatsächlich ins Wasser. Wir geniessen das Bad im kühlen Nass. Der Wind ist schwach und die Wellen klein, so dass wir mit dem heutigen Ankertag völlig zufrieden sind, kein Vergleich zu gestern. Kurt ruft in Torrevieja an, um für morgen nach einem Platz zu fragen. Wir haben Glück, die Antwort ist positiv. Doch bezüglich Winterplatz hat sich nichts getan. Da sind wir noch „in der Hoffnung“.  Das Nachtessen nehmen  wir auf der Fly ein, geniessen die letzten Sonnenstrahlen ehe sie hinter dem Berg veschwindet und nehmen nochmals in Ruhe die spezielle Umgebung wahr, mit den Hochhäusern in den verschiedensten Stilarten.

Von Denia nach San Juan

Samstag, 21.07.   Aufstehen um 07 Uhr, Frühstück, Entsorgung und Abmeldung in der Marina. Von den 50 Euro, Kaution für Strom und Wasser bekommen wir noch 10 Euro zurück. Dann legen wir ab, und müssen uns eingestehen, so schlecht haben wir noch nie abgelegt. Die Ausfahrt vom Hafen ist lang und Verena kann in Ruhe alles ordnen. Bis zum nächsten Kap fahren wir quasi quer zu den Wellen, Kurt holt zwar etwas aus, damit wir schneller wieder in Richtung der Wellen fahren können, viel bringt es allerdings nicht. Wie wir um das Kap sind wird es ruhiger. Eine angenehme, abwechslungsreiche  Fahrt entlang der felsigen Costa Blanca.

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Dankbar für das Wasser aus dem Berg zeigen sich die kräftig grünen Pflanzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schade finden wir allerdings die „Verschandelung“ der Küste durch die vielen Hochbauten. Uns fehlt da der gewisse Charme dieser bekannten Feriendestinationen. Nach 9 Stunden erreichen wir den kleinen Hafen San Juan, gehen aber vor Anker. Der Wind hat uns beim ersten Versuch zu stark abgetrieben,  also nehmen wir den Anker nochmals hoch. Dann kommt ein spanisches Kleinboot, das ohne Rücksicht auf unser Ankermanöver direkt vor uns durchfährt. Aber schlussendlich liegt der Anker auf 6,3 Metern Tiefe und er hält, wir haben x-mal kontrolliert. Ja, „gebrannte Kinder fürchten das Feuer“. Zum z’Nacht gibt es die „mitgeführte“ restliche Pizza. Wir geniessen den zu Ende gehenden Tag und  hoffen auf eine ruhige Nacht.

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Donnerstag, 19.07.   Heute morgen kommt der Motormechaniker, aber nicht alleine, er hat einen Kollegen, für kleinere Motore mitgenommen. Sie setzen die neue Kerze, sowie den neuen Filter ein  und auch 10 Liter Benzin haben sie dabei. Nach dem x-ten  Startversuch wird der Motor, resp. die Einspritzdüse ausgebaut und siehe da, alles ist verklebt. Man kann diese ersetzen oder mit einer Spezialreinigung versuchen, alles wieder „in Schuss“ zu bringen. Wir entscheiden uns für die Reinigung, also werden die Beiden morgen wieder kommen.  In der Zwischenzeit hat Verena  noch 15 lt. (3x5lt) Mineralwasser eingekauft. Zum Glück haben wir ein Einkaufswägeli, so hatten auch die Früchte und das Bierli für Kurt noch Platz. Nach unserem Früchte z’Mittag studiert Kurt nochmals die neuen Unterlagen, wie unsere  Reise  weiter gehen soll/könnte. Leider haben wir immer noch keine Antwort von Rota, betreffs unserem nächsten Winterplatz. Anschliessend geht Kurt auch noch zum Wassereinkauf. Nun sollten wir für die nächste Zeit, während der wir auch einige Male ankern wollen, genügend Wasser vorrätig haben. Zum Z`Nacht gönnen wir uns in einem der vielen  Marinarestaurants eine Pizza. Auch hier sind so gross, so dass wir nur je eine Hälfte mögen und uns den Rest einpacken lassen.

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Eine der Traumtänzerinnen hoch über den Dächern der Marina.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 20.07.   Verena steht früh auf, (wenn 08 Uhr noch früh ist) sie möchte heute frisches Brot zum Frühstück. Kurt hat in der Zwischenzeit alles vorbereitet. Gerade als wir uns mit dem Kaffee auf die Fly setzen wollten,  kommt der Mechaniker für kleine Motoren. Er baut das Teil ein und zeigt Kurt noch wie er für die Winterzeit den Motor vorbereiten kann. Dann einmal pumpen, Startkabel ziehen und der Motor läuft. Top. Bei der Rechnung, das heisst bei der Bezahlung sind wir positiv überrascht. Beide Machaniker waren 2 mal bei uns, Dann neue Kerzen, neuer Filter und 10 Liter Benzin für genau 70 Euro. Nach dem verspäteten Frühstück geht Verena zum letzten Fenderhüllenkauf. Nun sind alle zerrissenen Hüllen ersetzt. Sollten wir in einen vornehmen Hafen/ Marina an der Costa del Sol einlaufen, glänzen wenigstens die Fenderhüllen!! Nach der Mittagspause wird das Deck noch kurz abgespühlt, Brauchwasser aufgefüllt und mit den Vorbereitungen für die Weiterfahrt begonnen.

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Montag, 16.07.  Verena bereitet schon mal das Frühstück vor, während Kurt noch friedlich in seinem „Körbchen“ knurrt. So langsam erholen sich seine Lebensgeister. Nach dem Frühstück  geht`s zuerst in den Marinashop für Bootszubehör. Kaufen einen neuen Bootshaken, der alte liegt ja in der Ankerbucht bei Ibiza auf dem Meeresboden. Dann geht es um die Reparatur unseres Ankerwintschhebels. Der Herr vom Marinashop kann dies für uns organisieren. Weiter brauchen wir ein Batterieladegerät für 24 Volt Gel-Batterien, da  mit dem Ladestrom irgend etwas nicht stimmt. Zudem benötigen wir Seekarten von diesem Gebiet, denn unsere Tour war ja anders geplant. Morgen sollte das Ladegerät hier sein und der Ankerwintschhebel sollte repariert sein. Danach gehen wir weiter zum Anbieter von Motoren. Unser Ausserborder braucht dringend einen Service. Erfolglos verlassen wir das erste Geschäft und steuern einen nächsten Laden, der verschiedenes anbietet. Wir gehen hinein und fragen, wie immer auf englisch, ob es möglich sei, einen Service an einem Ausserborder zu machen. Ein Mann und eine Frau sind Besitzer dieses Ladens und sind bemüht jemanden zu organisieren der diesen Service ausführen kann. Nebst einem vielseitigen Angebot haben sie auch Bücher über die Küste, genau das, was wir noch benötigen. Verena bewundert die ausgestellten Bilder, Kunstwerke der Ladenbesitzerin, wie sie uns erklärt. Super. Irgendwie kommen wir darauf, dass sie aus Deutschland sind und wir können uns in der Muttersprache unterhalten. Sie sind seit vielen Jahren hier und organisieren alles, was man nötig hat. Sie haben ein hervorragendes Netzwerk und können so vielseitig helfen. Sie sind Stützpunkt des deutschen Seglerverbandes. Das bringt zwar kein Geld, aber sehr viel Prestige, das sie für diejenigen einsetzen, die es nötig haben. Uns wird zugesagt, dass um 13 Uhr  jemand kommt und sich den Motor ansieht. Pünktlich kommt der Herr, sieht sich die Sache an und meint, eigentlich sollte er laufen. Er kann den Motor nicht mitnehmen, da er viele andere Termine hat, verspricht uns aber morgen zwischen 11 und 12 zu kommen, den Motor mitzunehmen und das alte Benzin zu entsorgen und neues aufzufüllen. Den Rest des Nachmittages verbringen wir auf dem Schiff und gehen später noch zum Einkauf.

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Das Nachtessen nehmen wir trotz Wind auf der Fly ein, geniessen den Abend und den Sonnenuntergang mit dem rotglühenden Horizont.

 

 

Dienstag, 17.07.  Pünktlich kommt der Motorenspezialist, nimmt die Teile, die auszutauschen sind mit und ebenso den Benzintank. Er meint, hier in der Marina ist der Benzin zu teuer. Kurt geht zum Marinashop um das Ladegerät abzuholen. Leider sind keine Klemmen montiert, so dass der Shop dies noch nachholen muss, unser Ankerhebel ist jedoch sehr professionell repariert. Am Nachmittag ist auch das Ladegerät fertig. Beim „Studium“ der Anleitung stellt Kurt fest, dass nirgends etwas von Gel-Batterien steht. Nun ist er doch ziemlich verunsichert. Im Internet findet er  eine Adresse in der Schweiz, LEAB in Wolfhausen und schildert per Email sein Anliegen. Noch am gleichen Abend kommt die Antwort, es ist das richtige Gerät. Vielen Dank an Herrn Reutimann, CEO von LEAB der auf so unkomplizierte Weise uns geholfen hat. Heute machen wir uns in die andere Richtung auf den Weg zum Einkauf. Das Angebot in diesem Geschäft ist grösser und gepflegter. Nach dem Nachtessen spazieren wir in die Altstadt, bummeln durch die Strassen und geniessen das südliche Flair. Den Schlummertrunk nehmen wir in der Marina ein.

 

 

Mittwoch, 18. 07.  Kurt wartet auf Ralf, den Motormechaniker und Verena meldet sich für einen Stadtbummel ab. Kurt wartet vergebens. Benachrichtigen kann Ralf uns nicht, denn wir haben die  Tel. Nummern nicht ausgetauscht. Wir vermuten dass die bestellten Artikel noch nicht eingetroffen sind. Kurt schliesst die Batterie an das Ladegerät und beginnt sich im neuen Buch  über die Küste zu informieren, sowie auch über die Tiden, die in Gibraltar doch schon einen starken Einfluss haben. Nach Verenas Rückkehr werden zuerst die Einkäufe „sortiert“ und versorgt, dann verbringen wir den Nachmittag auf der Fly bei  Diskussionen, mit lesen und „beobachten“. Im Hafen ist immer etwas los, einige gehen, andere kommen, Wassertöffe flitzen vorbei oder die Kinder üben das Segeln mit den Optimisten. Verena bereitet das Nachtessen vor. Bei Temperaturen von über 38 Grad essen wir aber fast ausschliesslich kalt. Die Aircondition leistet Schwerarbeit. Wenn wir uns gegen Mitternacht schlafen legen, ist das Zimmer auf angenehme 22  Grad gekühlt. Dann wird die Klimaanlage ausgeschaltet und wir können wunderbar und ruhig schlafen, auch wenn Fenster und Türen offen sind. Hier ist alles gut bewacht und die Stege sind abgeschlossen.

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Ein freundlicher Innenhof, alle Häuser im selben Baustil aber in den unterschiedlichsten Farben.