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Boulogne-sur -mer I

Montag, 05.08. Der ca. 30 m lange Fischerkahn ist in der Nacht ausgelaufen, relativ ruhig. Nach dem Frühstück begibt sich Kurt zur Werft, der Schaden ist ja noch nicht repariert. Die lakonische Antwort: „Wir haben Ferien“. Allerdings Notfälle werden erledigt. Hat das Schiff ein Loch? Nein! Also kommen sie nächste Woche, allerdings erst am Dienstag nochmals, dann wird ein Mitarbeiter da sein, der sich des Problems annimmt. Hoffentlich ist er nach den Ferien gut motiviert. Das Wetter spielt auch nicht so ganz mit. Gestern war es sonnig und warm, heute windig, kühl und regnerisch. Nachdem die Reparatur sich bis nächste Woche hinzieht, füllen wir unseren Wassertank auf. Beinahe 2,3 Tonnen können wir einfüllen, das dauert ca. 2 Stunden. Nachdem der Regen nachgelassen hat, besuchen wir einen weiteren Supermarkt. Wir denken, wir bleiben bei Carrefour. Wir stellen fest, die feine französische Küche besteht auch schon aus  viel Tiefkühlkost und sehr viel Fertiggerichte, ist aber nicht unsere Vorliebe. Wir machen uns auch Gedanken über die kommenden 2 Jahre, während denen wir im Norden unterwegs sein möchten. Das heisst, die Sommerkleider müssen gegen wärmere, wasser- und winddichte Kleidung ausgewechselt werden. Die Sommer waren bisher warm/heiss und schön. Schon hier ist es eher kühl. Strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel ist zwar warm-heiss, aber mit Wolken und  Wind empfinden wir es schnell als kühl. Das heisst wir verbringen die Abende fast ausschliesslich im Schiff.

 

Dienstag, 06.08.  Aufstehen und Brot holen. sogar das entwickelt sich als etwas Aussergewöhnliches. Kurt lässt in der Bäckerei einem jungen Mann den Vortritt. Dieser bestellt verschiedene Sachen, inkl. Kaffee. Kurt stört sich etwas, dass die Verkäuferin keine Handschuhe trägt um die Brotlaibe vom Gestell zu holen. Geld ist ein grosser Schmutz- und Keimträger. Die Bedienung sagt dem jungen Mann den Betrag, den er zu bezahlen hat. Er wirft das Geld auf der Kundenseite in einen „Automaten“!!! Der spuckt ihm das  Retourgeld aus, und gleichzeitig übergibt ihm die Verkäuferin seine  Bestellung. Es gibt auf der Kundenseite der Theke einen Münz- und einen Notenautomaten. Jaja, Fortschritt und Hygiene. Das gekaufte „Nordick“ Brot ist dunkel, mit vielen Kernen, schmeckt uns und ist bestimmt gesund. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, entlang dem Fluss Liane. Der Fussweg ist sehr gepflegt, mit immer wieder schönen Sitzgelegenheiten, ganz viel naturbelassene Wiesen mit verschiedensten Blumen und Wildgänse die die Liane beleben. Leider ist auch heute ein trüber, kühler Tag.

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Und wieder machen sie sich auf den Weg an die andere Flussseite.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir queren nähe Outreau eine Brücke und kommen zu einem Einkaufszentrum. Die Grösse von Leclerc „haut“ uns beinahe um. Das ist unglaublich, Meterlang nur verschiedene Joghurt in Kühlregalen, ebenso Käse, Fleisch, Fisch, Fertiggerichte, Süssigkeiten usw. usw. Zum Glück sind wir hier, wie  auch in Kaisten weit von diesen „Versuchungen“ entfernt. Bevor wir zurück zum Schiff kommen, machen wir noch einen Zwischenstopp im Carrefour, denn zum Tomatensalat, den es heute gibt, brauchen wir noch einen Feta Käse. Kurt „zaubert“ noch ein Entrecote in die Pfanne und super, es ist zart, zwar mit etwas Fett, aber zart!! Diesmal hat er gut gewählt.