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Ende von Vila Real de Santo Antonio

Montag, 10.06.  Wir haben gut geschlafen. Schon früh morgens wird Kurt geschockt. Er bekommt von einem Freund ein Video, das echt schockiert. Er war mit seinem Schiff Ursus in der Schleuse von Abwinden und ein Kabinenschiff (Verdi) hat die  Schleuse gerammt.  Kurt hätte nasse Hosen bekommen, denn das hätte echt schlecht enden können. Wäre die Schleuse gebrochen, wäre die Ursus womöglich über die Schleuse, 18 Meter in die Tiefe gefallen. Wir sind echt sehr froh, dass es für Helmut und Brigitte glimpflich  abgelaufen ist. Ja ja, es steht in vielen Büchern geschrieben,: „Hütet euch vor den weissen Schiffen.“ Die schwarzen Schiffe, Frachtschiffer, sind rücksichtsvoll. Verena hat heute Wäschetag, 10 Minuten Fussmarsch bis zum Waschsalon. Sie füllt eine 11-Kilo-Maschine,  Waschdauer nur gerade 35 Minuten. Unterdessen geht Kurt ins Marinebüro und bezahlt für 2 weitere Tage und bittet die Sekretärin, in Olhao anzurufen um einen Platz für uns zu reservieren. Sie bekommt keine Antwort. Es ist Feiertag. Sie wird es morgen versuchen. Die sind echt nett hier. Verena nimmt für die Feinwäsche noch die Maschine auf dem Schiff in Betrieb. Super, alles ok mit dem Generator. Anschliessend unternehmen wir noch einen  Spaziergang durch den Ort.

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Wieder einmal überlegen wir wozu diese metallenen Vorbauten nützlich sind. Gegen Wind hilfts eher nicht, vielleicht Schattenspender?

Zurück auf dem Schiff, wollte Verena eigentlich die Wäsche von den Leinen nehmen, doch irgend etwas juckt sie und sie repariert zuerst den „lotternden“ WC-Deckel im Gäste WC. Mit zusätzlichen Unterlagsscheiben und festgezurrten Muttern ist alles wieder seefest. Kurt bevorzugt da doch eher den Küchendienst und auch den Abwasch nach dem Essen.

 

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Dienstag, 11.06.  Es stürmt und der Fluss hat doch rechte  Wellen mit Schaumkronen. Gegen Mittag soll es besser werden. Kurt hat den Steg ausgemessen. Er ist 300 Meter lang und wird, wie wir nun vernommen haben, von Ankern und Ketten gehalten. Diese werden jährlich mehrmals von Tauchern kontrolliert. Darum gibt es an diesem Steg keine Pfähle an denen der Steg sich auf- und ab bewegen kann. Im Marinebüro bekommt Kurt die gute Nachricht dass wir einen Platz in Olhao haben werden. Mit dem Einkaufswägeli macht er sich auf den Weg zum Supermarkt und Verena vergnügt sich nochmals in der Fussgängerpassage. Den Rest des Tages verbringen wir mit lesen, dies und das werkeln, schauen im Internet, was Olhao so bietet und fragen per Mail noch an wo wir das Schiff volltanken können. Wir müssen die Madness mit vollem Diesel- und Wassertank übergeben. Nach dem Nachtessen bereiten wir das Schiff für die morgige Fahrt vor.

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Nun müssen wir uns von den vielen Fischen, die sich hier im Hafen mit stets offenem Maul herumtreiben, verabschieden. Sie haben nichts zu befürchten, denn sie sind ungeniessbar.