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Fahrt nach Bari

Montag, 09.10.    Obwohl nicht gut geschlafen, stehen wir wie geplant um 06 Uhr auf und der wunderbare Sonnenaufgang lässt den schlechten Schlaf schnell vergessen.  Alles verläuft wie immer vor einer Weiterfahrt. Leichte Nervosität, grummeln im Bauch und versuchtes Ruhigbleiben. 08.05 Uhr starten wir die Motoren, Giovanni ist schon auf dem Steg. Die Zusatzleinen hat Kurt bereits vor einer halben Stunde gelöst und aufgerollt. Dann, Motoren an!!! Beide Motoren laufen prima. Heckleinen lösen und……. die Backbordleinen sind so fest, dass wir sie nur mit Hilfe eines Schraubenziehers (bis jetzt das beste Hilfsmittel) von der Klampe lösen können.  Verena löst die Murigleinen. Unser Schiff ist mittlerweile ca. 7 Meter vom Steg entfernt. Kurt schaut zurück zu Giovanni, er winkt zum Abschied. Die Muringleinen sind  längst auf dem Grund, also setzt Kurt die Schiffsschrauben in Gang.  Giovanni ruft, Kurt stellt sofort auf neutral und, womöglich haben wir einmal mehr die Muringleine (hoffentlich für uns) nur zerhackt. Wir sind unglücklich, obwohl, unser Fehler ist es nicht. Giovanni gibt uns Zeichen zum Weiterfahren. Wir fahren langsam los. Kurt kontrolliert immer wieder die Temperatur der Motoren,  denn hätten wir Taue um die Schraube oder den Schaft, könnte sich der Motor erwärmen, aber zum Glück, alles ok. Nach und nach erhöht Kurt die Umdrehungszahl bis auf knapp 1’800 Touren. Die Temeperatur bleibt konstant. Nach 2 Stunden nimmt die Geschwindigkeit von 7,5 auf 8 Knoten zu. SUPER. Die See ist ruhig und wird immer ruhiger, auch zu sehen gibts nicht viel, nur hie und da ein Fischkutter. 1,5 Stunden vor Bari beginnt der Wind aufzufrischen und kommt nun von vorne, was die Fahrt leicht verringert. 30 Minuten vor Hafeneinfahrt geschiehts!!! Kurt ruft, Delphine querab. Wir sehen eine Schule und sie springen zum Teil sehr weit aus dem Wasser. Ein Delphin schwimmt zu unserem Schiff und beginnt in der Bugwelle zu surfen. Beim Luft holen, muss er wohl Verena mit dem Fotoapparat gesehen haben, jedenfalls macht er einige veritable Freudensprünge, mit allen Folgen für die Fotografin. Sie wird nass!!! Hätte Kurt sie so angenetzt, hätte das vielleicht ein  Donnerwetter gegeben, aber von ihm hats sogar Spass gemacht.

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Einfach wars nicht, aber mit etwas Fantasie kann man ihn erkennen.

 

Per Telefon melden wir uns in der Marina Ranieri. Leider hat Lega Navale keinen Platz für uns. Einmal mehr, trotz engsten Verhältnissen, ein perfektes Anlegemanöver, mit absoluter Ruhe auf allen Seiten. Domenico, der Marinero kommt noch kurz aufs Schiff und kontrolliert die Muringleinen. Es ist 15.30 Uhr alles bestens, wir liegen sicher! Auch wenn das Ganze etwas kompliziert aussieht!!

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Während Kurt die Anmeldeformalitäten erledigt, beginnt Verena schon mal mit dem Schiffsputz. Der übermütige Delphin hat ganz toll Salzwasser gespritzt. Bari hat uns. Morgen gehts auf Besichtigungstour.