Groningen

Sonntag, 06.06. Gestern Nacht ist ein Ereignis eingetreten, das den Tropfen des berühmten Fass zum Überlaufen gebracht hat. Um 22.30 Uhr, Kurt wollte gerade zu Bett gehen, hören wir ein ungewöhnliches Rauschen und schon ertönt der Bilgenalarm. Wir sehen dass die Warmwasserleitung rinnt und somit Wasser in die Bilge läuft. Da wir ja zugleich ein Motorproblem haben, vermischt sich das Wasser mit dem Oel. Das dürfen wir nicht auspumpen, das muss korrekt entsorgt werden. Kurt schliesst alle Ventile, trotzdem tropft es noch leicht weiter. Vielleicht sind es ja nur Kleinigkeiten, aber genau wieder über das Wochenende, wenn niemand anwesend ist. Kurts Nervenkostüm ist kurz vor dem „Platzen“. Mitternacht ist vorüber und wir sind noch heftig am „Grübeln“. Dann entschliessen wir uns das Schiff zum Verkauf anzubieten. Wir sind uns bewusst, dass der Verkauf nicht von Heute auf Morgen gelingt, aber diesen ständigen Ärger möchten wir uns nicht mehr antun. Um 02.30 Uhr geht Kurt zu Bett, Verena hat es ausnahmsweise vor ihm geschafft. Schlafen können wir beide nicht gut und der Morgen empfängt uns mit einem unangenehmen Sprühregen, der bis um 14.30 Uhr anhält. Es ist immer noch kühl und unangenehm, trotzdem machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Ohne Plan, nur mit Orientierungssinn finden wir einige eindrückliche Monumente und sind mitten im Trubel. Wir versuchen, wo immer möglich auszuweichen und suchen eher einsame Wege. Ja, nicht alles was in den Prospekten steht muss man gesehen haben, es gibt auch Orte, die man fühlen muss.

Für uns ungewöhnlich wie hier Wohnhäuser an die Kirchen angebaut sind.

Aber, wie überall in Holland, zuerst kommen die Velofahrer, dann die Autofahrer und erst am Schluss die Fussgänger. Seit gestern dürfen die Terrassen der Restaurants von 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr offen bleiben. Heute wird aber die Gartenterrasse neben unserem Liegeplatz, mangels Gäste schon sehr früh geräumt. Groningen ist eine sehr lebhafte Stadt und man bekommt den Eindruck alle Menschen wären unterwegs.

Die wunderschöne Abendstimmung entschädigt uns für alles Unangenehme