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Inseln von Tremiti

Freitag, 16.06.   Seit 3 Tagen dreht sich bei uns beinahe alles um die bevorstehende Regatta. Gleich nach dem Morgenessen beginnen wir mit der Schiffsreinigung. Obwohl wir noch keinen Bericht erhalten haben, denken wir, dass die Regatta statt findet. Wir gehen noch kurz einkaufen. Da Verena auf dem Segelschiff von Renate und Josef schlafen wird, muss sie einen kleinen Teil des Hausrates zügeln, dies wird schon bereit gelegt. Um 17 Uhr hat sich der President gemeldet, er will an unserer Reling Plastikrohre anbringen, wo die entsprechenden Fahnen gehisst werden können, für den Lega Navale-Wimpel rechts und für die vier Stadtflaggen links am Bug.  Danach kommt Antonio mit einem grossen Karton und meint, er komme noch 2x. Darin sind die Geschenke für die Regattateilnehmer. Um 17.50 Uhr kommt Marineiro  Antonio nochmals mit einem Karton, sieht nach Wein aus, ist aber verschlossen. Um 18 Uhr trifft Josef ein, Verena ist beruhigt. Seine seemännischen Kenntnisse sind hervorragend und so ist Kurt auch in Sicherheit!

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Gespanntes Warten auf die Gäste die da kommen werden. Kurt hat selbstverständlich noch passende Schuhe angezogen.

 

Verena zügelt ihre sieben Sachen aufs Segelschiff und macht für Josef und Kurt noch ein Nachtessen bereit. Pünktlich um 19.50 Uhr kommen die ersten VIPs. Bald darauf der Fotograf, die Presse und weitere Gäste.

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In der Mitte der Presidente

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kurt steht stramm zum Empfang und Begrüssung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auch die Schweizerfahne muss ins Bild

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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So viele Leute hatte die Madness, zusammen mit uns noch nie an Bord.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 20.15 Uhr fehlt immer noch Massimo. Grosse  Aufregung. Massimo erscheint, zweite Aufregung! Im letzten, verschlossen abgegebenen Karton ist Champagner, der in den Kühlschrank gehört hätte. Verena`s Hilfe ist gefragt. Gefrierfach auf, die sechs Flaschen rein. Dann eine Lasagne für den Backofen, doch in diesem sind während der Fahrt Gegenstände verstaut. Also raus und ab damit, aber wohin? In der Duschwanne hat`s noch Platz. In dieser Hektik hört Verena Motorengeräusch……schreit „Stoooop“…..Kurt, der von Verena`s Anwesenheit an Bord nichts wusste ist „nur leicht“ genervt……die schon eingezogene Gangway wieder ausfahren, geht bei Stress „besonders gut“, Verena runter, Gangway rauf, fertig!!

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Dann, es ist soweit, 20.30 Uhr können wir ablegen. Verena bleibt zurück. Kurz nach der Hafenausfahrt muss Kurt anhalten, der Rennleiter will Windmessungen machen, Stärke und genaue Richtung. Dann fahren wir weiter. Wieder langsam fahren und neue Windmessungen. Dann wird bestimmt, wo der Startplatz ist. Wir fahren hin und setzen den Anker. Die Madness dreht sich langsam in den Wind. Ein Schlauchboot mit 2 grossen gelben Bojen ist uns gefolgt, mit diesen wird Startlinie markiert. Die Segelboote treffen langsam ein. Dann über Funk und Megaphon wird gemeldet, Start in 10 Minuten. Die erste Fahne wird gehisst, danach die Zweite, bei der Dritten wird mit Hupton und über Funk die Dauer bis zum Start gmeldet. Dann 1 Minute vor Start die letzte Fahne und mit einem langen Hupton wird der Start vollzogen. Alle Segelschiffe überfahren die Startlinie und damit ist die Regatta eröffnet. Von den 12 Personen verlassen 8 unsere Madness und werden per Schlauchboot an Land gebracht. An Bord bleiben 2 Damen und 2 Herren. Josef und kurt lichten den Anker und nehmen die 60 Meilen unter den Rumpf. Nach 2 Stunden ruhiger Fahrt rumpelt es leicht, es wird etwas ruhiger und…….. juhui der Steuerbordmotor ist wieder ausgefallen. Das hält Kurt für die Nacht ganz sicher wach. Josef begibt sich in die Küche, seine Hilfe wird benötigt. Die Gäste würden gerne essen  (Lasagne, Fogaccia, Büffelkäse) und die kühlen Getränke geniessen. Das Geschirr wird von den beiden Damen fein säuberlich abgewaschen und die Küche aufgeräumt. Auch für eine Schlafgelegenheit waren die Gäste dankbar. Gegen Mitternacht braust ein Schnellboot in Richtung Madness, zuerst hört man nur die Motoren, aber dann ein starker Scheinwerfer. Man beleuchtet unser Schiff rundherum und wir werden aufgefordert langsamer zu fahren. Massimo ruft ihnen etwas zu, dann, ohne eine Reaktion drehen sie die Motoren wieder auf und verschwinden in der Nacht. Massimo meint, das war die Guardia di Finanza.

 

Samstag, 17.06.   Um 06.30 Uhr kommen wir auf der Insel Tremiti an und werden angewiesen, längsseits anzulegen. Von den Seglern sind natürlich noch keine da. Nach der Begrüssung der bereits anwesenden Verantwortlichen, dem von Bord bringen der Trophäen und dem Verabschieden der 4 Gäste, legen wir wieder ab. Josef übernimmt das Steuer. Der Wind frischt stark auf und so langsam wird es wellig. Doch die Wellen kommen von hinten und so ist die Fahrt sehr angenehm. Kurt kann, trotz der Nachtfahrt nicht schlafen, so nutzen wir Zeit miteinander über dies und das zu diskutieren und die Fahrt geniessen.

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Kurz nach Vieste hören wir wieder von weitem starke Motoren und sehen Gischt. Die Guardia di Finanza kommt uns entgegen. Sie winken uns zu, daraus schliessen wir, dass es wieder diejenigen von gestern Nacht sind.

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Schön sind die Beiden wieder gesund zurück.

 

Um 17.30 Uhr haben wir, mit Hilfe von Antonio und Verena, bei schon starken Windverhältnissen, in Manfredonia wieder festgemacht. Glücklich, wieder im sicheren Hafen zu sein, stossen wir auf die Fahrt und das Erlebte an. Verena räumt ihre Sachen wieder auf unsere Madness und Josef verabschiedet sich. Nach dem Nachtessen überkommt Kurt die Müdigkeit und er meldet sich Richtung Bett ab.

Verena hat sich auf der Matilda, so heisst das Segelschiff von Josef und Renate einen gemütlichen Tag gemacht. Auch einen ausgiebigen Marsch durch die Stadt und ein Besuch im Restaurant oberhalb vom Hafen gehörten zum Tagesablauf. Den Kaffee im Restaurant konnte sie leider nicht bezahlen, denn auf € 50.– konnten sie kein Wechselgeld zurück geben. Wir sind ja noch einige Tage hier, also wird Verena noch Gelegenheit haben, das Bezahlen nachzuholen.

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Er lässt sich weder von Spaziergängern, noch von vorbeifahrenden Autos und schon gar nicht von Paparazzis stören, schläft friedlich auf der Steinbank weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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