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Zweimal Côte d`Opal

Mittwoch, 07.08.   Kurz nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, wir wollen nach Wimereux. Im Touristenbüro fragen wir noch nach der Pferdezucht der Boulonnais. Ja, man baut etwas, aber fertig wird dies erst 2020. Jetzt gibts noch nichts zu sehen. Entlang dem Strand ist viel Betrieb, allerdings keine Badenden, aber mit „Segeldreirädern“ läuft einiges. Ein Dreirad, 2,5 bis 3m lang, das mit einer Segelstange, einem Segel, Fuss-Steuerung und einer Bremse ausgerüstet ist. Etwas weiter sehen wir auch Kinder, die diesem Sport oder Vergnügen fröhnen. Wir bleiben eine Weile stehen und beobachten das Geschehen. Dann gehts leicht bergan auf die Klippen, entlang der Côte d`Opal. Es ist knapp vor Flut, Wolken und Sonne wechseln sich ab und der Wind bläst. Immer wieder neue interessante Bilder und Situationen zeigen sich im Meer. Wir geniessen den Weg auf den Klippen, naturbelassen mit angenehm sandigen Pfaden. Wiederum erinnern auch hier Bunker an die Kriegszeiten.

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Nach knapp 2 Stunden treffen wir in Wimereux ein. Entlang dem Strand, hier hat es doch einige badende Gäste, gibt es Restaurants, einige moderne Hotels und reihenweise private „Badehäuschen“. Nach einer kurzen Stärkung am Strand, laufen wir durch den Ort und staunen über die eigenartigen Bauweisen. Die unterschiedlichsten Architekten müssen da gewirkt haben. Sehr fantasievoll, in Sachen Farben, „Verschnörkelungen“ und Baustil.

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Auf dem Rückweg bläst ein  „giftiger“ Gegenwind. Die Wolken ziehen rasch dahin und lassen das Meer und den Strand wiederum in verschiedenen Farben erscheinen. Zurück auf dem Schiff sind wir doch etwas müde, der Schrittzähler zeigt über 22’000 Schritte. Wir verzichten heute gerne auf den Ausgang!!!

 

Donnerstag, 08.07. Nach dem Frühstück geht Verena auf die „Erfolgstour“ der Möven und Kurt versucht sich den Weg nach Le Portel einzuprägen. Wir hatten beide Erfolg. Das Schiff ist „sauber“ und Kurt kennt den Weg. Er führt uns anfangs durch das Industriequartier (praktisch alles mit Thermoschleusen, Findus Frankreich liegt uns quasi vis-à-vis. Türken, Holländer, Iren etc. holen hier „ihren“ Fisch.) Le Portel entpuppt sich als sehr freundlicher Ort, keine Hochhäuser, sauber und sympathische Häuser mit schmucken Vorgärten.

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Hier steht ein aus Weiden geflochtener, hübsch geschmückter Boulonnais.

Nach einem kurzen Spaziergang den Klippen entlang nähern  wir uns dem Strand. Verena verspürt den dringenden Wunsch am Strand, im Sand zu laufen. Dieses Bedürfnis hat Kurt absolut nicht und bleibt dort, wo er alles überblicken kann. Das Fort de l’Heurt, ein Überbleibsel aus Napoleons Zeit, ist nur noch bruchstückhaft vorhanden.

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Zurück wandern wir durch den sehr schön angelegten Park mit kleinen Seen, Picknick- und Kinderspielplätzen, und sogar einer Minigolfanlage, allerdings ist sie nicht bedient. Die Ruhe, das angenehm, sonnige Wetter, in der herrlichen Natur mit Blick aufs Meer, ist einfach wunderbar. Sogar die Möven bleiben etwas entfernt.

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Kunst im Park, wäre aber ein romantisches Plätzchen um der Musik zu lauschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Und auf dem Heimweg noch der schöne blick zur Kathedrale.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück auf dem Schiff, legen wir für eine Stunde unsere Füsse hoch. Danach gehts nochmals auf den „Waggel“. Wir wollen ein „Antimöven(schiss)mittel“ kaufen. Wir finden etwas in einer Art Fisch-Drachen, der sich im Wind aufplustert und seine farbigen Schwanzflossen flattern lässt. Wir kaufen gleich 2 von diesen Dingern und werden diese, nachdem der angesagte Sturm vorbei ist, montieren. Heute gibt es einen kalten z’Nacht, die Küche selbst  ist heute ziemlich warm. Wir vermuten, dass wir morgen früh geweckt werden, nämlich dann wenn es zu regnen beginnt und wir die Fenster schliessen müssen. In Sachen Schritte haben wir den gestrigen Tag übertroffen!!!