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Nicht unser bester Tag

Freitag, 16.05. Eine stürmische Nacht geht zu Ende. Windspitzen über 8,5 Beaufort haben uns an den Steg gedrückt. Die Fender ächzen. Gegen Mittag dreht der Wind auf Süd und er bläst konstant mit Stärke 8. Für heute Abend hat sich ja der Mechaniker angesagt und deshalb unternehmen wir noch einen längeren Spaziergang. Nachdem wir gestern über 15`000 Schritte zurückgelegt haben, sollten es heute nicht weniger sein. Also machen wir uns auf den Weg Richtung Fluss Guadalquivir. Ein angenehmer Fussweg, vorbei an landwirtschaftlichen Anwesen, bewacht von Hunden und umgeben von weidenden Pferden. Auch etliche Bäumen säumen den Weg mit brombeerähnlichen Früchten. Ohne zu wissen um was für Früchte es sich handelt haben wir ein „Versuecherli“ gewagt, sie sind süss und saftig. Dank Google wissen wir nun, es sind Maulbeeren.

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In Sanlucar setzen wir uns in ein Restaurant und  bestellen erst mal etwas Flüssiges. Dann meldet sich der „Gluscht“ und es kommt noch ein Sandwich dazu. Noch kauen wir genüsslich das Sandwich als das Whatsapp des Mechanikers kommt, er stehe vor unserem Schiff. Ohjehh, da gab`s Verständnisprobleme, obwohl wir uns mit ihm recht gut in Französisch unterhalten konnten.  Diner ist in Frankreich eigentlich das Nachtessen, aber er meinte das  Mittagessen. Wir erlauben dem Mechaniker ins Schiff zu gehen und  schildern ihm den Weg zum Motorraum, sowie das Generator- Problem. Gleichzeitig machen wir uns auf den Weg zurück und das im Eiltempo als hätten wir getohlen. Auf dem Schiff angekommen, (knapp 45 Min. für 3,5 km)  sind der Mechaniker Gabriel und sein Mitarbeiter vor Ort. Unser Vetus Generator-Motor, ist wie wir erfahren, eigentlich ein Mitsubishi Motor der durch Vetus marinisiert wurde und der scheint einige Probleme zu haben. Bei den letzten 2 Servicearbeiten wurde kein Frostschutz eingefüllt, was eigentlich Vorschrift ist, deshalb hat der Motor Schwierigkeiten, resp. verliert Wasser aus dem internen Kreislauf. Die Probleme sind lokalisiert, aber es wird eine gewisse Zeit dauern, bis allenfalls Ersatzteile da sind. Vorsichtshalber verspricht der Mechaniker, dass er die Probleme bei Vetus und Mitsubishi melden wird.

 

Samstag, Vollmond.18.05. Wieder eine Nacht mit Schlafproblemen.  Allerdings können wir nicht nur dem Vollmond die Schuld geben der immer noch andauernde Sturm lässt uns wach bleiben und aufgrund der Kälte auch etwas frieren. Wir haben immer noch Windstärke 8. Grosse Ausnahme, heute kriecht Kurt vor Verena aus den Federn und richtet das Früstück. Es ist 13 Grad und da kuschelt sich Verena doch lieber etwas länger im Bett. Nach einer ausgiebigen heissen Dusche und dem Frühstück sieht die Welt doch etwas besser aus. Wir nehmen unseren „Handkarren“ und machen uns auf den Weg zum Einkauf. Da wir mittlerweile die Wege etwas kennen, gehts „zackig“ voran. Nebst Gemüse, Früchte Joghurt etc. kommt auch noch dies und das für den „Gluscht“ dazu.  Dann gehts über die Strasse zum Bäcker. Da kaufen wir ein Brot, etwas teurer, aber in Sachen Gesundheit vielversprechend. Zurück auf dem Schiff werden die Einkäufe korrekt versorgt und dann geniessen wir eine kurze Siesta. Wir diskutieren, was wir unternehmen wollen, wenn die Reparatur am Generator länger dauern sollte, was wir fast befürchten. Gerne würden wir Sevilla nochmals besuchen. Das ist von hier mit dem Bus möglich. Also machen wir uns auf, um den Weg zum Busbahnhof ausfindig zu machen. Den finden wir, wie angegeben in ca. 18 Min.  Auf dem Rückweg schlendern wir durch die Fussgängerzone. Verena muss natürlich da und dort ein bisschen „lädele“. Dabei findet sie einen Laden, der auch „Kurts Sandalen“ verkauft. Stolz probiert er. Die Grösse  41 ist mit €9.99 angeschrieben. Er benötigt aber auf Grund der nicht internationalen Grössen, die 42. Er gönnt sich diese Sandalen, muss aber 10.04 Euro bezahlen. Trotzdem ist Kurt happy, wieder ein Paar Sandalen gefunden zu haben, die sicher eine Saison halten und in seinen Kostenvorstellungen liegen. Darauf hin leisten wir uns einen Durststiller mit Tapas, in Form einer kleinen Paella.

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Auf dem Schiff angekommen verschanzt sich Kurt hinter seinem Buch und Verena verbringt die Zeit beim Coiffeurjass am Tablet. Gegen 18.30 Uhr verzieht sich Kurt in die Küche. Es gab gebratene Auberginen und einen gemischten Salat mit Ei, das bedeutet, wir haben gut und gesund gegessen. Da bei uns das Motto herrscht, wer kocht räumt auf, verschiebt sich heute das Schreiben der Homepage etwas. Das heisst für Verena gibt es eine Spätschicht. Veröffentlicht wird aber erst nach dem OK von Kurt.