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noch 3 Tage

Dienstag, 11.09.   Verena hat schlecht geschlafen. Kurt steht etwas früher auf und richtet das Frühstück. Dann beginnt der Countdown. Kurt marschiert zu den Werkstätten, da gestern sich niemand gemeldet hat. Zufällig trifft er bei der grösseren Firma, wo gestern niemand war, gleich 3 Personen. Derjenige, der einige Worte englisch spricht, begleitet Kurt zur Madness und er erklärt ihm, was wir genau möchten. Er zückt sein Handy und stellt auf „Übersetzen“. Kurt spricht und er kann es lesen. Top. So gehen wir alle unsere Problemstationen durch, er notiert, stellt Fragen und macht Fotos. Wir glauben es könnte klappen. Zum Schluss bietet er an, am Donnerstag um 16 Uhr aufs Schiff zu kommen, um uns beim Auswassern zu helfen, Hört sich gut an. Jose Luis, so heisst der Mann, scheint bemüht zu sein und ist  erfreut, dass kein Termindruck vorhanden ist. Verena ist in der Waschküche am hantieren. Die Waschmaschine funktioniert perfekt, doch der Tumbler ist etwas kompliziert in der Bedienung. Jedenfalls ist die Wäsche nach einer Stunde noch immer nass. Kurt hat  das Sonnenverdeck abgenommen und geschrubbt. Verena kommt mit der nassen Wäsche und wir hängen sie auf der Fly an die Leine. Selbst zu Zweit kämpfen wir gegen den Wind, der heftig  zugelegt hat, doch auch die Wäsche sehr schnell trocknet. Der 2. und 3. Waschgang kommt schon gar nicht mehr in den Trockner. Auf der Fly trocknet alles sehr schnell. Um 18.45 Uhr spazieren wir gemütlich  zum Restaurant, wo wir das Fondue auf der Speisekarte gesehen haben. Leider kann man, wie in den meisten Restaurants hier, erst ab 21 Uhr essen. Auch zum Jubeltag gehört etwas Ärger. Wir gehen zurück. Das Hotel in der Marina bietet bereits ab 20. Uhr warme Küche an. Wir haben  nicht schlecht gegessen, doch die Preisleistung lässt eher zu wünschen übrig. Trotzdem, es war ein schöner  Abend. Morgen stehen weitere Abschlussarbeiten an, langsam werden wir etwas „chribbelig“.

 

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Die Höhe des Steges bei Flut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bild bei Ebbe können wir leider nicht mehr laden, wird wenn möglich später nachgeholt.

 

 

Mittwoch, 12.09. Wir haben eher schlecht geschlafen. Grund dafür war ein Segelschiff aus der Kategorie Rennsegler, sehr gross, mit einer „speziellen“ Männer-Crew. Um 04.15 kommen sie mit 2 Damen lärmend vom Ausgang zurück. Natürlich hält man sich bei diesen Temperaturen an Deck auf. Trotz Verenas Intervention, Fenster schliessen und etwas ruhiger zu sein rufen, wurde es nur kurzfristig ruhiger. Kurz vor 07 Uhr verabschiedeten sich die Damen ziemlich laut kreischend, so dass Kurt sich bemühte. Nach dem Frühstück erledigen wir die noch anstehenden Schlussarbeiten. Verena widmet sich wiederum dem Waschen, Kurt reinigt die Sonnenschutz Einrichtungen. Dabei verhält er sich absichtlich nicht leise, vom schlechten Schlaf noch müde, lässt er oft den Schrubber fallen. Ob die schlafenden Herren gestört wurden, vermutlich nicht!! Auch verabschieden wir uns absichtlich laut, wenn Verena zur Waschküche geht. Kurt ist guter Laune und pfeifft ein Lied. Nach diesen Aktivitäten gehts ans Koffer packen. Das dauert schon etwas, vor allem das Sortieren, was muss mit und was soll hier bleiben. Kurt ist für das Nachtessen verantwortlich, vorher geht er noch eine Kleinigkeit einkaufen. Morgen wartet uns der Schlussspurt, wir werden es packen.

 

 

Donnerstag, 13.09. Eine ruhige Nacht und Windstille am Morgen. Wir gehen unseren Tag ruhig an. Wir wollen den Wassertank leeren und danach wieder auffüllen. Also öffnet Kurt die Wasserhähnen und stellt die Pumpe vom Grauwassertank ein. Während Verena mit dem Abtauen des Kühlschranks und dem „Küchenputz“ beschäftigt ist, übernimmt Kurt das Staubsaugen in unserer Kabine und im Salon. Danach macht Kurt den Wasserschlauch bereit, um Frischwasser zu bunkern. In dem Moment kommt einer der Herren  von der Rennyacht und entschuldigt sich für die vorletzte Nacht. So Kurt kommt mit ihm in`s Gespräch. Sie sind unterwegs aus der Karibik und wollen heute Nacht in Richtung England weiter segeln. Lange Etappen und dies ganz ohne Motor. Wir müssen feststellen, die  Crew ist gar nicht so „leid“, wie wir sie zu Anfang einschätzten. Wir „durften“ ihnen sogar unser „Schüfeli und Wüscherli“ ausleihen. Beim Auslassen des Wassers hat sich der Defekt bei Abflussrohr in der Küche akzentueriert und Verena stellt mit grossem Ärger fest, dass der Schrank unter dem Spültrog nass ist. Da der Defekt über den Winter repariert werden muss, war der Schrank zum Glück schon leergeräumt. Festgestellt hat Verena den Schaden, weil bereits Wasser unter der Schranktüre ausgelaufen ist. Dann endlich ist der Tank leer, wir können wieder Frischwasser auffüllen und mit Aqua Clean haltbar machen. Der Wasserdruck ist stark, so dass wir innert 1,5 Stunden die 3,2 Tonnen Wasser gebunkert haben. Bald sind alle Arbeiten erledigt, die Koffer gepackt und der Boden mit Tüchern abgedeckt. Um 16 Uhr startet Kurt die Motoren und wir wechseln vom Fingerdock zur Auswasserungsstelle. Verena hat alle Hände voll zu tun, um die Fender auf die entsprechende Höhe zu bringen. Der Kran steht bereit, die Gurten liegen im Wasser, so dass wir über die Gurten fahren können. Nach genauer Kontrolle, ob die Gurten auch an der richtigen Stelle liegen, hebt der Kran die Madness langsam aus dem Wasser. Vorher müssen wir jedoch noch aussteigen. Das Unterwasserschiff ist wieder stark mit Muscheln behangen. Der Marineiro meint, ein schlechter Anstrich für nur 1 Jahr. Das Schiff wird an seinen Platz gefahren und abgestützt. Die Hilfe war sehr gut. Anschliessend wird eine Leiter angestellt und wir können wieder ins Schiff, um die letzten Arbeiten zu erledigen. Jose Luis, der Verantwortliche für sämtliche Reparatur- und Unterhaltsarbeiten kommt noch vorbei. Nun sollte alles geklärt sein. Dann heisst es alles schliessen und Abschied nehmen von der Madness. Da es bereits zu spät ist für den Bus, entscheiden wir, das Taxi bis zum Hotel zu nehmen. Nun ist die Saison 2018 abgeschlossen und wir haben noch 3 Tage Ferien, die wir in Jerez de la Frontera verbringen werden.