Puerto Sherry in El Puerto de Santa Maria Province Cadiz

Freitag, 07.09.   Allein der Titel dieses Beitrages zeigt schon, wie melodiös es hier ist. Wenn man dann mit der Zunge noch die entsprechenden Bewegungen macht, spricht man beinahe schon spanisch. Der Hafen ist ruhig und wir haben gut geschlafen. Heute ist Messtag. Blutdruck stimmt bei Beiden, und mit dem Gewicht, sind wir auch zufrieden. Wir beginnen mit der Reinigung. Verena  in der Küche und Kurt aussen. Das Schiff ist nicht wirklich schmutzig, aber „salzig“ von der gestrigen Fahrt. Verena begibt sich noch auf Suche nach dem Waschhäuschen. Sie findet die Lavanderia, doch die ist geschlossen. Später geht Kurt zum Marinabüro um gewisse Abklärungen zu treffen. Also eine Bus-Station gibt es hier nicht. Das Taxi wird von der Marina organisiert, wir können uns bei Bedarf über Funk melden. Für die „Waschküche“ gibt es einen Schlüssel, für den man Depot hinterlegen muss und pro Wäschegang / Tumblergang kostet es je 3 Euro. Leider ist der Jefe (Chef) de Recepcion nicht anwesend, so dass wir den Termin zum Auswassern nicht noch nicht fixieren können. Später bestellen wir via Büro ein Taxi und lassen uns in die Stadt chauffieren. Man öffnet hier nicht vor 16.30 Uhr. Also ist erst etwas bummeln angesagt. Das Castillo de San Marcos, das älteste Gebäude in der Stadt, ist aussen noch gut erhalten, allerdings erst ab 18 Uhr geöffnet.

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Auch das Touri-Büro öffnet erst um 17.00 Uhr. Also besichtigen wir das Altstadt-Quartier und besuchen die Basilica Menor Nuestra Senora de los Milagros, der Schutzpatronin dieser Stadt.. Morgen ist der Ehrentag der Stadtpatronin (Patrozinium), der mit einer Prozession gefeiert wird. Nicht nur in der Kirche wird fleissig mit frischen Blumen gearbeitet, auch an der Strasse zur Basilica sind Männer mit Schaufeln und „Schabern“ am Werk. Wie Verena von einem dieser Männer erfährt, wird Meersalz ausgebracht, das dann noch mit farigem Meersalz Verzierungen erhalten werde. Die Statue der  Patronin wird dann über dieses Salz getragen.

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Die reich geschmückte und mit Gold und Silber umgebene Schutzpatronin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das weisse Salz wird sorgfältig ausgebreitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir laufen weiter zum Reisebüro und buchen unseren Rückflug, (Eine Sicherheitsreserve haben wir eingeplant). Im Touristenbüro decken wir uns noch mit Informationen und einem Stadtplan ein und lassen uns danach mit dem Taxi zurück zum Schiff bringen.

 

 

Samstag, 08.09.   Am Morgen gehen wir zuerst mal die „Waschküche“ ansehen. Naja….. es geht. Dann suchen wir den Minimarkt auf. Also da gibt es manchen Supermarkt, der kleiner ist und am Sonntag hat er für frisches Brot offen. Um 14.15 Uhr spazieren wir entlang der Küste und später am Ufer des Rio Guadalete in die Stadt. Ein schöner Fussweg und seitlich ein Veloweg führen bis in die Stadt. Wir geniessen den Bummel. Zuerst laufen wir bis zum Viktoria Park und anschliessend wieder in die City.

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Monasterio (Kloster) de la Victoria, 1504 – 1517 erbaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da machen wir eine Marschpause und stärken uns bei einem Getränk. Via „Streusalzkunstwerk“ gehts  zurück zur Kirche und von dort bis zur 3. grössten Stierkampfarena von Spanien.

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Beeindruckend, der ca. 3 Meter breite und 200 Meter lange „Meersalzteppich“ auf der Strasse zur Basilica.

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Nun plagt uns etwas der Hunger. Obwohl erst 18 Uhr, finden wir ein Restaurant wo wir warm essen können. Kurt stärkt sich mit Muscheln und Verena geniesst den Fisch mit Pommes und Salat. Ursprünglich wollten wir die Prozession miterleben. Die beginnt aber erst um 20.00 Uhr, so schlägt Verena vor, dass wir ohne Prozession zurück zum Schiff laufen. Die Tide ist hier 2.80 Meter, so haben wir auf dem Rückweg eine völlig andere Meersicht.

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Ja, als wir um ca. 14.30 hier vorbei marschierten, war dies alles überflutet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Er weiss wohl, dass die Flut so einiges an Kleingetier angeschwemmt hat. Nach einer kurzen „Auseinandersetzung“ mit einer Möve hat er das Revier wieder für sich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück auf dem Steg bemerken wir ein Segelschiff mit englischer Flagge, das kurz vorher angekommen ist. Leider gibt es auch für diesen Segler keinen passenden Stromstecker. Das Büro ist zwar noch offen, aber kein Elektriker mehr da. Wir beginnen auf englisch zu diskutieren, wobei der Kapitän meint, wir könnten auch Deutsch sprechen. Er spricht hochdeutsch, fährt unter Englischer Flagge, hat aber oben im Mast eine Schweizer Fahne. Zufälle gibt es. Wir haben heute 22’051 Schritte gemacht, ohne diejenigen auf dem Schiff. Wir geniessen den Feierabend und lagern die müden Beine hoch.