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Stadtname

Dienstag, 20.06.  Der Wind hat nachgelassen und es ist ruhig im Hafen, also schlafen wir etwas länger. Nach dem Frühstück startet Verena die Waschmaschine und verabschiedet sich dann Richtung Stadt. Die Stadt Manfredonia hat ihren Ursprung in Siponto. Ein Erdbeben im Jahre 1223 verwüstete die Landschaft und verwandelte sie in einen Sumpf. Malaria trat auf. Der Sohn des Staufer-Kaisers Frederik II, Manfred, legte 1256 den Grundstein für einen neuen Ort. Die Sümpfe wurden trocken gelegt. Er gab auch den Auftrag zum Bau der Festung. Allerdings erlebte er die Fertigstellung nicht mehr. Ihm zu Ehren wurde der Stadt der Name Manfredonia gegeben.

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…….und ihm zu Ehren entstand auch dieses Bild.

 

1620 wurde Manfredonia von den Türken eingenommen und niedergebrannt. Einzig die Festung und die Stadtmauer blieben übrig. Heute zählt Manfredonia ca. 60’000 Einwohner und ist eine prosperierende ländliche Stadt.

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Die Fussgängerzone wird mittels grossen Wassertanks auf dem Auto und Hochdruckreiniger sauber gemacht. Vorab geht ein Mann mit Schaber um klebende Teile zu entfernen.

 

Nach der Siesta geht`s nochmals in die Stadt. Verena hat einen Spar ausfindig gemacht und will Kurt nun den Weg dorthin zeigen. Der Lebensrhytmus ist hier von 08.00 / 08.30 bis 13 Uhr und von 17 bis 21 Uhr. Nina und Hansruedi verabschieden sich bei uns per Telefon. Die vorgeschlagene Bootstour für Mittwoch lassen wir fallen, denn die Beiden haben Reisevorbereitungen zu treffen, da sie am Donnerstag Gargano verlassen und in die Schweiz zurückkehren werden.

 

 

Mittwoch, 21.06.   Sommersonnenwende, Grund genug um einen längeren Ausmarsch zu machen. Wir laufen in Richtung Siponto, denn  wir möchten zur Kirche Santa Maria die Siponte. Allerdings müssten wir Ausgangs Manfredonia eine längere Strecke der stark befahrenen Hauptstrasse entlang laufen, ohne Trottoir. Darum wählen wir den Weg Richtung  Strand. Villa Barbara, Villa Carmen, Villa Teresa, wir sind im vornehmen Quartier von Manfredonia. Zäune mit scharfen Spitzen und Stacheldraht darüber zeugen von einem hohen Sicherheitsbedürfnis. Leider verdecken sie auch die Sicht in die gepflegten Anlagen. In einem Strandcafe genehmigen wir uns eine Erfrischung und machen uns dem Uferweg entlang auf den Rückweg.

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…..ein bisschen zu gross für unsere Madness

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Üppige Blumenpracht bei den „vornehmen“ Häusern am Uferweg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser führt auch an der neuen Marina vorbei. Hier gibt`s auch noch viele freie Plätze. Wir sind glücklich im Hafen der Lega Navale zu liegen. Um 13.30 Uhr sind wir wieder auf dem Schiff und pflegen nach diesem ungefähr 10 Kilometermarsch unsere Füsse. Wir verbringen den Nachmittag auf dem Schiff. Kurt bereitet das Nachtessen vor und Verena geht noch kurz zum Broteinkauf. Als Verena nach Hause kommt, hat Kurt im linken Auge eine kleine Träne. Grund: Er hat mit den von Renate und Josef geschenkten Cervelats und dem Emmentaler einen Wurstkäsesalat zubereitet und das erinnert ungemein an die Schweiz. Dazu einen Eierfruchtsalat (Auberginensalat) und das von Verena gekaufte frische Brot. Ja, da kommen Heimatgefühle auf. Trotzdem, ein Nachtessen in dieser Umgebung geniessen zu können ist echt ein Privileg, das wir geniessen und zu würdigen wissen.

 

 

Donnerstag, 22.06.   Wir haben gut geschlafen, stressen aber nicht mit aufstehen. Nach dem Morgenessen setzt Verena die Waschmaschine in Gang und Kurt setzt sich etwas mit der kommenden Zeit, während der wir ein Auto haben, auseinander. Einen Tag werden wir sicher Fronarbeit bei Renate und Josef leisten. Aber es stehen auch andere Ziele auf dem Programm. Den Nachmittag verbringen wir auf der Fly bei einem sanften „Lüftchen“, geniessen die Ruhe, lesen oder schimpfen, wenn wieder jemand zu schnell im Hafen unterwegs ist und unnötig Wellen macht. Ein Segelschiff das auf der andern Seite des Steges festgemacht hat, nimmt Reparaturen vor. Da wo das Vorsegel festgemacht ist, musste etwas repariert werden. Diese Vorrichtung wieder korrekt   befestigen, bereitete für die Crew arge Schwierigkeiten, obwohl Antonio mitgeholfen hat der doch kräftig ist. Verena ruft Kurt und seine Hilfe ist willkommen. Nach einigen  Anläufen ist alles top. Um 16.30 Uhr schnappt sich Kurt den Rucksack und marschiert zum Laden des Winzers, der seinen Wein direkt verkauft. Für 4,5 Liter Wein bezahlt Kurt keine 5 Euro und dieser Primitivo schmeckt uns. Besser soll nur noch der Primitivo  di Manduria sein. Verena hat in der Zwischenzeit einen feinen Tomatensalat zubereitet mit Feta (noch aus Griechenland). Kurt übernimmt die warme Küche. Frische Teigwaren mit Pecorinokäse und Salami, dazu den feinen Primitivo. Siamo in Italia!! Abnehmen wird schwer.