Von Burgum nach Groningen

Samstag, 05.06. Nachtrag zu gestern: Kurt hat um 22 Uhr, als die Motoren ausgekühlt waren, den Oelstand und das Wasser kontrolliert. Der Steuerbordmotor ist weit unter dem Minimum. Also macht sich Kurt noch auf, um bei einer Tankstelle Oel zu kaufen. Alles geschlossen.

Wir haben mediokker geschlafen und erwachen um 07 Uhr begleitet von Blitz und Donner. Kurt eröffnet Verena, dass die Fahrt nach Groningen etwas länger dauern würde, da wir nur mit einem Motor fahren werden. Wir möchten nichts riskieren. Der Mast scheint noch nicht 100% dicht zu sein. In der guten Stube tropfts erneut von der Decke. Also muss wieder ein Kessel her. Hätten wir den Mast doch gestern gelegt und eingepackt. Kurz nach 09.00 Uhr hört der Regen auf. Wir legen den Mast und machen uns bereit für die Weiterfahrt. Kurt entscheidet sich das Schiff vom Steuerhaus zu lenken.

Nicht professionel de Stuhl, aber trotzdem bequem.

Unser Tante Heidi überrascht uns mit ihrem Telefonanruf und wir geniessen das erheiternde kurzweilige Gespräch. Die Fahrt ist ruhig auch mit nur einem Motor und was den Regen betrifft, da haben wir auch Glück. Bei den meisten Brücken können wir unten durch und bei den andern klappt es mit dem Öffnen bestens.

Noch eine Schleuse.

Nur bei der einen Hubbrücke rufen wir per Funk die Brücke auf und erhalten keine Antwort, auch beim 2. und 3 . mal nicht. Dann kommt nach 25 Minuten ein deutsches Tankschiff und siehe da, die Brücke geht auf.

Zusammen mit dem Frachtschiff passieren wir die Brücke.

Dem hängen wir uns an und zwar bis zur Schleuse von Groningen. Es ist unangenehm, wenn man auf dem angegebenen Funkkanal keine Antwort erhält. Es ist nich das Warten, sondern das Ungewisse ob man gehört wurde. Für den reservierten Platz im Oosterhaven müssen wir noch 2 Brücken passieren, die sofort geöffnet werden.

Die letzte Brücke in den Oosterhaven.

Beim Eingang der Marina winkt uns der Marinero und lotst uns zu unserem Anlegeplatz.. Wir fahren rückwärts in den Kanal ein und legen an der Mauer, direkt neben einer Gartenwirtschaft an. 1. Frage Strom, wieviel Ampère? 16 lautet die Antwort! Super, Kabel auslegen, Stecker anschliessen, Nichts. Der Marinero meint, wir könnten weiter hinten oder weiter vorne auch einstecken. Wir entscheiden uns für vorne, da die Stromquelle näher ist. Wieder nichts! Diese ist nur mit 6 Ampère abgesichert. Kurts Gesicht verändert sich mit Kummer- und Sorgenfalten. Die hintere Steckdose wieder nichts. Dann Versuch bei der 2. Steckdose, das heisst bei der fünften erhellt sich Kurts Gesichtsausdruck, aber auch ebenso den von Verena. Danach können wir gemütlich den Einkauf tätigen. Den Apéro in der Gartenwirtschaft nebenan lassen wir „sausen“ und geniessen stattdessen den Telefonanruf von Adrian. Danke Adi, du hast uns vor dem Geld ausgeben bewahrt! Bei dem feinen, selbstgekochten Nachtessen lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.