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Von Chippiona nach Mazagon

Sonntag, 02.06.  Gemütlich stehen wir auf und frühstücken. Danach  bereiten wir das Schiff langsam für die Abfahrt vor. Die beiden mittleren Taue nehmen wir auf Slip, so lange wir vorn und hinten noch festgemacht sind, starten die Motoren und ziehen das vordere und das hintere Tau ein. Dann die restlichen Leinen los. Langsam gleiten wir tiefer in den Hafen um mit genügend Platz eine Wendung zu machen. Die Ausfahrt ist versandet, also diese Sandbänke umfahren und dann ab ins  offene Meer. Es ist genau 09.30 Uhr. 60 cm Wellen sind angesagt, wir empfinden sie eher kleiner, es ist ein sanftes Schaukeln. Heute wollen wir mit Marschgeschwindigkeit, das heisst mit knapp 1800 Touren fahren und schaffen so 7,5 Knoten. Somit kann die prognostizierte Zeit von gut 4 Stunden eingehalten werden. Sehr ägerlich sind die Fischernetze. Da muss man aufpassen wie ein „Schiesshund“. Es sind nicht die Netze der professionellen Fischer, die sind gut mit Fähnchen markiert. Die Hobbyfischer  markieren sie mit einer Petflasche, aber nicht jede Petflasche die auf dem Meer schwimmt ist mit einem Netz verbunden und vor allem sieht man die auch mit dem Fernrohr relativ spät. 8 Frachtschiffe warten vor der Einfahrt nach Huelva, die durch eine Seefahrtsstrasse gekennzeichnet ist (rote und grüne Bojen). Wir fahren knapp neben den Bojen, damit wir noch genügend Wassertiefe haben. Dann die Einfahrt in die grosse, aber nur  ungefähr zur Hälfte besetzte  Marina.

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Wir fahren langsam ein, der Marineiro sieht uns und gibt Anweisung, wo wir anlegen können. Mit guter Hilfe manövrieren wir ein. Der Steg ist kurz, etwa ein Drittel unserer Madness schaut darüber hinhaus. Die Anmeldung ist rasch erledigt. Hier gibt es wieder andere Steckdosen. Also brauchen wir auch wieder ein Verbindungsstück. Dafür und für die Sicherheitskarte bezahlen wir € 115.00 Depot.  Nachdem alles erledigt ist spazieren wir, zuerst in Richtung Strand, dann den Hügel an gegen das Dorf, das ca. 4`000 Einwohner zählt. Im Sommer sind wesentlich mehr Leute hier, was die Ferienhäuser und Villen auch erahnen lassen. Unter Pinien, in deren Kronen die Spatzen fröhlich zwitschern lassen wir uns nieder, stillen unseren Durst und den kleinen Hunger. Kurt mit Pouletflügeli (schweizerisch) und Verena mit Octopus galizischer Art. Mit der Wahl sind wir Beide sehr zufrieden. Zurück auf dem Schiff machen wir ein kleines Nickerchen und lassen uns später das Nachtessen schmecken..