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Von La Linea via Gibraltar nach Barbate

Dienstag, 04.09.   Zeitig, das heisst noch im Dunkeln, genau um 07.15 Uhr stehen wir auf. Alles ist bereits perfekt vorbereitet, also können wir den Tag gemütlich angehen. Kurt begibt sich noch zur letzten Zahlung, für Strom und Wasser in`s Büro. Für die 11 Tage bezahlen wir € 25.17 für Strom und Wasser. Dann die letzten Kontrollen und siehe da, der nette Nachbar hat seine Kette über unser Tau gelegt, das heisst etwas manipulieren und schon ist das Problem gelöst. Das Bugstrahlruder möchten wir lieber nicht in Betrieb nehmen, also legen wir ohne dieses ab.  Am Ende der Landebahn queren wir die Grenze zwischen Spanien und Gibraltar, das heisst Flaggenwechsel.  An der Tankstelle legen wir wiederum ohne Burgstrahlruder, mit Wind aus guter Richtung, top an. Wir bunkern 2’200 Liter Diesel, in kurzer Zeit. Das Füllvermögen geht von 20 bis 800 Liter pro Minute, wir einigen uns auf 100lt. Dann legen wir ab, queren den Golf von Gibraltar, fahren bei Tarifa am südlichsten Punkt von Europa vorbei und drehen Richtung Nordwest.

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Bei Tarifa passieren wir den südlichsten Punkt von Europa.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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…..und die Windräder sind alle am Drehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Atlantik hat uns gnädig, mit wenig Wellengang empfangen und ebenso bis Barbate begleitet. Aber auch ein kalter Wind begleitet uns, so dass sich Verena gerne ins Innere verzieht.  Und genau dieser Wind erschwert auch unser Anlegemanöver in Barbate. Ein Lehrstück, wie man es definitiv nicht machen sollte. Das Bugstrahlruder wäre natürlich eine grosse Hilfe gewesen. Nachdem wir gut liegen und top fest gemacht sind, geht Kurt zur Anmeldung. 4 Formulare müssen ausgefüllt werden. Zum 1. mal wurde die MMSI Nr. verlangt. In der Zwischenzeit hat Verena das Schiff abgespritzt und gereinigt. Kurt verzieht sich in die Küche, es gibt Spaghetti Napoli. Nicht aufwändig, aber hat uns wunderbar gemundet. Die heutige Fahrt war, was die Fahrgeschwindigkeit anbelangt, eher mühsam, 4,5 Stunden gegen die Tide. Die Durchschnittsgeschwindigkeit heute betrug 5,7 Knoten, auf der letzten Fahrt 7,6 Knoten. Das sind doch rechte Unterschiede. Rückblickend  stellen wir fest, dass der letzte Aufenthaltsort doch etwas speziell war. Die gegenseitige Missachtung von Gibraltar und Spanien ist spürbar. So bekommt man auf der spanischen Seite hier keine Tapas, wenn man etwas zum Trinken bestellt und auf der Gegenseite wird man echt geschröpft wenn  man mit Euro bezahlt. Sie verlangen in etwa einen Drittel mehr.  Die Bahn zum Felsen hat uns 37 £ gekostet, hätten wir in Euro bezahlt, wären es 55 gewesen. Dies bei einem offiziellen Kurs von 1.12. Auf den Kassenbelegen ist  der Euro-Betrag auch immer gleich angegeben. Die Freundlichkeit der Menschen in La Linea empfinden wir weit unter dem Durchschnitt. Wir hoffen, es geht wieder aufwärts.