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Von Mazagon nach Vila Real de Santo Antonio

Montag, 03.06.  Um 07 Uhr ist Tagwache. Nach dem Frühstück wird alles verstaut und die Taue auf Slip gelegt. Kurt zieht das Stromkabel ein und begibt sich zum Marina-Büro, um den Stecker und die Sicherheitskarte zurück zu geben. Ohne Probleme wird das Depot zurück erstattet. Wir haben leichten Wind von hinten und so entschliesst sich Kurt, ohne Generator abzulegen. Alles läuft wie am Schnürchen. Wir sind noch nicht aus dem Hafen hat Verena bereits alle Fender eingeholt, ordentlich versorgt und die Taue aufgerollt. Sanfte Wellen empfangen uns, die mal stärker, mal schwächer uns auf der ganzen Strecke begleiten. Aber auch hier wieder viele Fischernetze, denen wir ausweichen müssen. Wir steuern die Baken an die die Einfahrt in den Fluss Guadiana markieren, setzen die portugiesische Gastlandflagge und reduzieren die Drehzahl auf 900 Touren.

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Dank auflaufendem Wasser sind wir immer noch mit 6,5 Knoten unterwegs. Über Funk rufen wir die Marina auf. Keine Antwort, dabei wurde uns per Mail mitgeteilt, dass wir kurz vor Einlaufen die Marina aufrufen sollen. Verena stellt den Generator ein, er beginnt zu pfeiffen und Verena sieht ROT!  Kurt schaut sich die Sache an und so fahren wir etwas an der Einfahrt vorbei. Es war eine kleine Fehlschaltung, alles läuft wieder bestens. Wir steuern gegen die Zugrichtung auf die Einfahrt zu, die ca. 15 Meter breit ist. Leider hat es auch in der Marina selbst den gleichen Zug, so dass bei Kurt doch etwas Nervosität aufkommt, aber es klappt. Niemand da und unglückliche Poller am zwar breiten, aber sehr tiefgelegenen Steg. Dank einem deutschen Segler, der uns beim Anlegemanöver hilft, legen wir gut und sicher an.  Dann geht Kurt zur Anmeldung. Geschlossen, öffnet erst um 14.30 Uhr. Verena beginnt mit der Schiffsaussenreinigung und Kurt informiert sich über die Stadt. Etwas nach 14.30 Uhr macht er sich wieder auf den Weg zum Marina-Büro. Immer noch geschlossen, ein Mitarbeiter meint, öffnet erst 14.30 Uhr. Aber Hallo, es ist 14.45 Uhr. Ja, das ist so eine Sache, hier in Portugal tiggen die Uhren anders! Die haben Sommer und Winter die gleiche Zeit! Schweiz wo bleibst du? Beim dritten Mal klappts. Verena ist mittlerweile fertig mit Abspritzen und Kurt hilft noch beim reinigen der Fensterscheiben. Danach geniessen wir auf der Fly unser verspätetes Mittagessen. Wie üblich, Verena Joghurt mit Früchten und Kurt eine Birne. In der Zwischenzeit hat ein Schiff unseren Quai verlassen und die Marineiros kommen und bitten uns, die Madness um eine Schiffslänge vorzuverlegen. Natürlich sind wir bereit und die beiden Männer sind uns dabei sehr behilflich.  Am neuen Ort richten wir uns wieder ein und dann gibt es inneren Dienst am Menschen. Nachdem wir sauber „gepützt und dargetan“ sind, verlassen wir das Schiff, um noch etwas die Füsse zu vertreten und auswärts unseren Hunger zu stillen. Unser erster Eindruck vom Ort ist positiv, viel Fussgängerzonen mit natürlich etlichen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

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Heute „umsäuselt“ uns ein angenehm warmer Wind und so geniessen wir den ersten Abend in Portugal auf der Fly und blicken über den Fluss Guadiana nach Spanien. Fast wie zuhause, wenn wir über den Rhein nach Deutschland blicken.