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Windig

Donnerstag, 06.06.  Für heute ist Sturm angesagt, allerdings erst am Mittag. Nach dem Frühstück machen wir uns auf die Suche nach einem möglichst nahe gelegenen Lieferanten für Mineralwasser. Zwar noch immer einige hundert Meter entfernt, finden wir einen „Tante-Emma- Laden“. Da nicht genügend Sixpack à 1,5 Lt. vorrätig sind, bestellen wir für Samstag 12 Sixpack. So muss die Überführungscrew sicher keinen Durst leiden. Wir haben beschlossen, mit dem Schiff zurück nach Spanien zu fahren, nach Ayamonte. Wir benutzen aber die Fähre, unsere Madness bleibt in Portugal in dem angenehmen Hafen, wo die Marineiros 4-5 mal pro Tag die Stege ablaufen und die Vertäuung kontrollieren. Der Gezeitenstrom ist hier wirklich stark. Die Fähre ist gut besetzt, nach 15 Minuten ist der Fluss Guadiana  überquert und wir steigen in Spanien aus.

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Wo ist der Busbahnhof? Verenas Plan ist immer noch ein Ausflug nach Huelva, der Ausfahrtsstation von Columbus. Am Busbahnhof, fotografieren wir den Fahrplan und marschieren zurück in Richtung Schiffstation, denn wir möchten die ungefähre Marschzeit wissen.  Aber so etwa  in der Mitte des Weges entdecken wir einen Schiffsausrüster und schon sind die Zeitberechnungen Vergangenheit. Die Schiffsuhr im Steuerhaus hat den Geist aufgegeben und wir suchen nach einem Ersatz. Hier werden Schiffsuhren verkauft, aber leider stimmen die Dimensionen nicht. Der Verkäufer, ein netter, älterer Herr mit sehr guten Deutschkenntnissen findet nach langem Suchen die passende Uhr in seinem Musterbuch. Die müsste er jedoch in Holland bestellen.  Da wir eh nach Holland fahren lassen wir es bleiben. Kurt findet aber eine Türvorlage, die es ihm angetan hat. Also kaufen wir eine, nein gleich zwei, unser Schiff hat ja zwei Seiten. Je nachdem, ob wir Steuer- oder Backbord anlegen, nehmen wir den entsprechenden Eingang. In einem kleinen Restaurant stillen wir Durst und Hunger (Tapas) und schlendern noch etwas durch die schmucken Altstadtstrassen. Kaum kommen wir Richtung Wasser empfängt uns eine ganz steife und kalte Brise. Hätten wir doch unsere Jacken mitgenommen. Um 16 Uhr besteigen wir die Fähre und sind um15.15 Uhr wieder in Portugal. Das war keine mehrfache Lichtgeschwindigkeit, nein nur die Zeitverschiebung. In unserer Madness ist es kuschelig warm, so verlassen wir das Schiff nicht mehr. Aber ein neues Problem macht sich bemerkbar. Die  Druckerhöhungspumpe bringt nur noch 1 Bar. Kurt schafft es, mit viel Geduld und Zeit das Problem zu lösen. So steht einem gemütlichen Nachtessen nichts mehr im Wege. Um 21 Uhr hat Verena die Küche fertig und Kurt das Gerüst des Homepagebeitrages. Das heisst, jetzt ist Feierabend!! Den Ausflug nach Huelva lassen wir fallen. Der Fährbetrieb und der Busfahrplan stimmen leider nicht optimal überein.

 

Freitag, 07.06.  Nach dem Frühstück gehen wir einkaufen. Der Markt ist zwar weit weg, aber er ist hervorragend. Sein Sortiment ist sehr ansprechend. Nebst vielem anderen, wir haben ja den Einkaufsrolli dabei, findet auch ein gebratenes Huhn den Weg in unseren Einkaufswagen. Zurück auf dem Schiff wird alles versorgt und schon ist wieder Mittagspause. Später hat Verena trotz Wind noch Lust auf einen Spaziergang dem Quai entlang. Da Kurt lieber auf dem Schiff bleibt, macht sie sich alleine auf den Weg. Dabei konnte sie beobachten dass ein junger Fischer guten Erfolg beim Stabmuscheln sammeln erzielte. Sein Kessel war jedenfalls gut gefüllt. Die gestellten Fischerruten blieben jedoch sehr ruhig.

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Stabmuscheln und kleine Krebse die noch krabbeln.

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Um 18 Uhr nehmen wir das Nachtessen ein und Kurt widmet sich anschliessend der Hompage. Ein ruhiger und trotzdem wieder kurzweiliger Tag macht der Nacht den Weg frei.