Der Countdouwn läuft

Montag, 16.10.   Also, es ist wieder Brotzeit. Verena opfert sich, frisches Brot zu holen, dieweil Kurt alles, aber wirklich alles für das Morgenessen vorbereitet. Wir frühstücken reichlich, ein Übel bei so gutem frischem, noch warmem Brot. Dann der Marsch zum Markt. Kurt kauft sich Schuhe, weicht aber bei Langarm-T-Shirt aus. Die Farbe passt nicht. Wir haben noch Bohnen im Tiefgefrierer und deshalb kaufen wir Speck. An diesem Stand ist zwar kein Gedränge, aber der Verkäufer ist dauernd zu Scherzen und Sprüchen mit jedwelchen Personen aufgelegt, so dass wir am Schluss nicht nur unseren Speck, sondern auch noch den der Dame neben uns bekommen (ohne ihn zu bezahlen). Zum Glück schaut Verena in die erhaltene Tüte…..das ist nicht unser Speck. Ja klar, Kurt hat unseren bereits erhalten. Alle lachen, die Dame bekommt ihre Tüte und wir ziehen von dannen.  Jetzt sind frische Marroni auf dem Markt, wir kaufen wir ein Kilo. Zuckerhut und Äpfel gehören, nebst Brokkoli und Fenchel auch noch zum Einkauf. Jeder sieht und hört, dass wir Ausländer sind. Die Fragen und Bemerkungen kommen meist in deutscher Sprache und wir versuchen nach Möglichkeit auf italienisch Antwort zu geben. Viele wissen dann von ihrer Arbeit in der Schweiz oder Deutschland zu erzählen. Wir bringen den Einkauf aufs Schiff und marschieren noch zum Schiffsausrüster. Wir brauchen einen neuen  Steuerradüberzug, der letzte Sturm hat ihn weggefegt und das Teak Oil ist aufgebraucht. Den Steuerradüberzug bekommen wir nicht, auch bei Compass24 finden wir keinen. Verena kauft ein farbloses Teakoil und „beschäftigt“ sich damit am Nachmittag auf der Badeplatform. Die Marroni zum z’Nacht schmecken uns. Wir haben sie in leicht gesalzenem Wasser gekocht.

 

 

Dienstag, 17.10.  Einmal mehr ist Verena heute der Motor und sie meint, dass wir unbedingt nochmals zur Abbaye di Pulsano fahren sollten, jetzt wo alles grünt und vieles blüht. Da es in den Nächten nun kalt ist, schliessen wir jeweils alle Fenster und Türen. Beim Verlassen der Lega Navale meint Antonio, er habe gedacht, wir seien schon in die Schweiz gefahren, da am frühen Morgen alles geschlossen war. Ein Abschied ohne ein herzliches „Auf Wiedersehen“ gibt es für uns jedoch sicher nicht. Die Fahrt um die vielen Kurven nach Monte St. Angelo und weiter zum Kloster ist immer wieder beeindruckend. Von da geht es zu Fuss weiter. Grosse und kleine Eidechsen, Falter und Heugümper begleiten uns auf dem sanften Abstieg. Wir geniessen die Ruhe, die Aussicht und die  Blumen am Wegrand.

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Bald kommen wir an einen Scheideweg. Kurt  möchte nicht noch weiter bergab laufen und meint, dass der Weg in Richtung Tomaiuolo ev. besser sei. Durch dichten Wald, fast ausschliesslich Steineichen gehts auf weichem Boden bergauf, dann wieder an der Sonne gehts weiter über Stock und Stein, nach Tomaiuolo. Tote Hose!! Wir treffen keinen Menschen, alles geschlossen, der Ort ist verlassen. Allerdings hat es schöne Häuser und die Ruhe ist einzig.

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Idyllisch der Weg mit den Licht- und Schattenbilder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bevor wir zurück laufen, erleichtern wir noch unseren Rucksack. Verena vertilgt einen Getreideriegel und einen Apfel. Kurt begnügt sich (er ist heute morgen auf der Waage gestanden), mit einem Apfel. Beim Parkplatz angekommen müssen wir leider eine Kuh stören, die sich beim Schalter, womit das Tor geöffnet werden kann, nieder gelassen hat. (ob sie die Niederlassungsbewilligung C hat, haben wir nicht kontrolliert).

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Auf der Heimfahrt nochmals ein Blick auf Monte Sant`Angelo.

 

 

 

Mittwoch, 18.10.  Verena hat vorgesehen, heute nochmals den Tag für einen Ausflug zu nutzen, doch ein Blick aus dem Fenster zeigt, „man sieht nichts“.

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Also, warten bis sich die Nebel gelichtet haben, was bald geschieht. Dann fahren wir mit dem Auto etwas weiter als Mattinata und parkieren es beim Abgang zum Strand von Vignanotica. Es steht ein stündiger Fussmarsch oberhalb der Klippen an. Die Aussicht ist zwar wunderschön, doch der Dunst lässt uns nicht so in die Weite blicken. Der Abstieg zum Strand ist steil und wie vermutet sind am Strand beide „Beizen“ geschlossen. Der weisse Kieselstrand, das Rauschen des Meeres und die Grotten in den steilen Felswänden verbreiten eine besondere Atmosphäre. 2 Fischer in kleinen Schlauchböötli kommen mit ihrem Fang an Land. Der eine hat Tintenfische gefangen, grössere Exemplare und der andere kleine Krebse, die er aber wieder ins Meer wirft, da sie für den Verzehr zu klein sind.

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Wir stärken uns mit Apfel und Körnerriegel und machen uns an den steilen, sogar sehr steilen Aufstieg. Die Höhendifferenz ist 200 Meter, aber auf ganz kurze Distanz und das lässt uns doch etwas tiefer atmen. Auf der Rückfahrt kaufen wir noch gezielt Sachen ein, die wir in die Schweiz nehmen möchten.