Donnerstag, 14. Juli. Verena hat nicht so gut geschlafen, Boje und Sicherheit……….. Wir sind erstaunt über die Feuchtigkeit/Nässe, die sich über Nacht gebildet hat. Selbst an der Innenseite des Sonnenverdecks hangen tausende von glänzenden Wassertropfen. So essen wir Frühstück im Schiff und beraten wie weiter. Das Stromproblem ist akut und wir möchten nicht, dass der Kühlschrank auftaut. Nur hat Kurt gestern beim Tavernen Wirt noch 5 Liter Benzin geordert und das wollen wir nicht einfach vergessen. Wir haben den Ruf der Schweizer zu verteidigen. Wir entscheiden, wir fahren nach Leros in die Werft. Kurt rudert das Schlauchboot nochmals Richtung Strand, wo der Wirt ihn empfängt, denn er ist gerade dabei, sein Banana-Boot an Land zu nehmen. Die 5 Liter Benzin nimmt Kurt in Empfang und rudert, trotz Treibstoff an Bord, zurück. Verena hat noch vor dem Entscheid in die Werft zu fahren, die Waschmaschine in Betrieb genommen. Ehe die Wäsche wieder von der Leine ist, können wir nicht weiter. Also lassen wir uns Zeit, hieven das Beiboot wieder aufs Schiff und zurren alles „sturmsicher“ fest. Auch wenn nur 10 Meilen zu fahren sind, Sicherheit geht über alles. Dann, nach unserem „fruchtigen“ z’Mittag haben auch Wind und Sonne ihre „Aufgabe“ erledigt, die Wäsche ist trocken und die Fahrt kann losgehen.
Aus dem ruhigen Fahrwasser der Bucht kommen wir ins offene Meer. So zwischendurch hat es einfach mal gegen 2 Meter-Wellen und somit ist das Schiff wieder „gesalzen“. Sobald wir in die lange Bucht zur Marina einfahren wird es ruhig. Wir halten uns auf der linken Seite, denn rechts ist militärisches Sperrgebiet. Es gibt 2 Marinas in dieser Bucht, aber Leros-Marina hat eine Werft, also fragt Kurt über Funk um einen Platz. Die Antwort kommt postwendend und so fahren wir langsam auf die Marina zu. In der Lakki-Marina sehen wir einige freie Plätze, doch die Leros Marina scheint gut besetzt zu sein. Wir werden von 2 Marineiros am Steg erwartet und die Hilfe ist sehr professionel. Gut, Verena hat alles perfekt vorbereitet, aber in kurzer Zeit liegen wir ganz top festgemacht. Im Marina-Büro sind sehr freundliche Leute, im Gegensatz zu Kos, und unser Stromproblem wird aufgenommen. Keine halbe Stunde später kommt ein Elektriker, aber nur um sich unser Problem anzuhören und einen Augenschein zu nehmen. Das ist schon sehr beruhigend. Kurze Zeit später kommt ein Telefonanruf und der Elektriker kündigt sich, via Marine Büro auf morgen 08.30 Uhr an. Das scheint prima zu klappen. Um 20 Uhr geht uns der Strom aus. Nach einem Anruf im Marine Büro erfahren wir, dass normalerweise 5 Euro pro Tag ausreichend seien. Aber, mit unserem Stromproblem verbrauchen wir etwas mehr. Wie auch immer, Kurt bezahlt einen Aufpreis, alles funktioniert und wir fühlen uns bestens aufgehoben. Auf der Fly wird es langsam unangenehm, denn die Feuchtigkeit ist auch hier stark spürbar .